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Ein Nossener auf den alpinen WM-Strecken

Gerd Seidel erlebte zum zweiten Mal das Flair - in Cortina, der Olympiastadt von 2026. Nicht alle Wünsche wurden erfüllt.

Gerd Seidel auf der WM-Piste in Cortina.
Gerd Seidel auf der WM-Piste in Cortina. © Foto: privat

Landkreis. Allein schon wegen traumhafter Bedingungen war es für Gerd Seidel ein Erlebnis. Als einziger Sachse nahm der für den SV Lok Nossen startende Wintersportler am „FIS World Criterium Master“ in Cortina d’Ampezzo teiol – der Weltmeisterschaft im alpinen Skisport für die älteren Jahrgänge. Für den 68-Jährigen war es die 2. WM-Teilnahme. In drei Disziplinen ging er an den Start. Angesichts der Trainingsbedingungen im Vorfeld konnte er selbst nicht wirklich einschätzen, wo er im Starterfeld letztlich ankommen wird. Die meisten anderen (auch deutschen) Teilnehmer, so war aus Gesprächen herauszuhören, hatten gute und sehr gute Trainingsbedingungen. Gerd Seidel indes konnte wegen der sächsischen Corona-Bestimmungen nur wenige Tage in Österreich richtig trainieren.

„Sechs Tage Sonne pur, viel Schnee, zum Frühstück durch die aufgehende Sonne ein herrlicher Ausblick auf die goldschimmernden Berge rundum“ - so beschreibt Gerd Seidel seine Eindrücke vom Olympia-Ort 2026. Rund 730 Teilnehmer aus 22 Ländern stellten sich dem Starterfeld in den einzelnen Alsterklassen. Gerd Seidel war einer von 14 deutschen Athleten.

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Rein sportlich war es eine große Herausforderung, verbunden mit einigen Erfahrungen.

Täglich war eine Anfahrt von der Unterkunft in einer Pension zum Wettkampfort von 1.200 auf 2.000 Meter Höhe zu bewältigen. Am ersten Tag stand zunächst eine Besichtigung der beiden Skigebiete inklusive der Rennpisten auf dem Plan.

Tags darauf dann das erste Training für Gerd Seidel und seine Konkurrenten. Leider konnten die Athleten nur einen von zwei geplanten Läufen auf der künstlich vereisten Super-Ski-Piste absolvieren - 1.500 Meter lang, Höhenunterschied 400 Meter.

„Da musste ich mich erst einmal an die hohen Geschwindigkeiten, den Kurvenradius und die 2,10 Meter langen Ski gewöhnen“, so Gerd Seidel. Das fehlende Training in diesem Winter habe sich da schon bemerkbar gemacht. Beim Rennen am 3. März kam dann erschwerend hinzu, dass vorher keine Streckebesichtigung möglich war. Ein grober Fehler vor dem Flachstück war Gerd Seidel zurück - Platz 21 in seiner Altersklasse war es am Ende.

Besser begann es tags darauf im Spezialslalom. Nach einem soliden ersten Lauf widerführ Gerd Seidel allerdings im zweiten Lauf ein Torfehler kurz vor dem Ziel. Eine mögliche Platzierung im Bereich 6 bis 8 war damit vergeben.

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Blieb noch der Riesenslalom am 5. März. Für die künstlich stark vereiste Piste waren Gerd Seidels Ski allerdings nicht präpariert, zumal der Wetterbericht Plusgrade vorausgesagt hatte. Außerdem wurde den Sportlern keine Trainingsmöglichkeit eingeräumt. Nach mehreren Rutschern auf der Strecke sprang am Ende ein 20. Platz für Gerd Seidel heraus.

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