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Ein paar Stunden Winter in Großenhain

Auch wenn schon am Donnerstag nicht mehr allzu viel davon zu sehen war: Der Schneesturm am Abend zuvor hinterließ ein paar Flocken. Und sorgte für Ärger.

Ganz so viel Schnee wie seinerzeit in Reinersdorf ist es zwar nicht gewesen. Aber immerhin schickte der Winter 2021 am Mittwochnacht ein paar Flocken ins Großenhainer Land.
Ganz so viel Schnee wie seinerzeit in Reinersdorf ist es zwar nicht gewesen. Aber immerhin schickte der Winter 2021 am Mittwochnacht ein paar Flocken ins Großenhainer Land. © Archivfoto: Brühl

Großenhain. Dieser Mann wird sich wohl weniger gefreut haben: Während viele Bewohner im Großenhainer Land den plötzlich herüberziehenden Schneesturm am Mittwochabend begeistert hinter den Fensterscheiben beobachteten, war er noch draußen. Der Fahrer des Sattelzuges, welcher in den späten Abendstunden von der Autobahnabfahrt Thiendorf gerutscht ist. Aus Richtung Dresden kommend war der 53-Jährige beim Linksabbiegen an der Kreuzung Kamenzer Straße/Am Fiebig über die Fahrbahn hinausgefahren und gegen einen Erdwall geprallt. Glücklicherweise blieb er unverletzt, und der entstandene Schaden in Höhe von rund 500 Euro hielt sich in Grenzen.

Eine ruhige Nacht und einen unaufgeregten Morgen durfte dann auch der Winterdienst der Röderstadt konstatieren. Wie die beauftragten Unternehmen und der Bauhof auf SZ-Anfrage vermeldeten, habe es keine Besonderheiten gegeben. Der Winterdienst laufe regulär. Hinweise von Großenhainern, dass es momentan an einer Stelle in der Stadt nicht funktioniere, habe es bisher nicht gegeben.

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Praktisch bedeutet das: Seit dem Donnerstagmorgen um 4 Uhr, so Rathaussprecherin Diana Schulze, seien alle neun Touren des Winterdienstplanes zweimal befahren worden. Die zehn im Einsatz befindlichen Mitarbeiter des Bauhofes hätten Schnee geschoben und gestreut. Die Salzlager wären noch ausreichend gefüllt, so dass auch bei wiederkehrenden Schneefällen kein Mangel an Streugut bestehe.

Die Stadtverwaltung Großenhain bittet in diesem Zusammenhang allerdings nochmals alle Grundstückseigentümer, ihren Anliegerpflichten nachzukommen. Der Umfang des Schneeräumens beziehe sich dabei auf Flächen von 1,50 Meter Breite. Diese seien so zu räumen, dass ein Begegnungsverkehr möglich ist. Für jedes Hausgrundstück wäre ein Zugang zur Fahrbahn in einer Breite von mindestens einem Meter freizuhalten. Die Abflussrinnen seien zudem bei Tauwetter so offenzuhalten, dass Schmelzwasser ungehindert ablaufen kann. Geräumter Schnee oder abtauendes Eis dürfen dabei nicht in Nachbargrundstücke „umgelagert“ werden. Zum Bestreuen sei vorrangig abstumpfendes Material wie Sand oder Splitt zu verwenden. Das Streuen mit Salz wäre hingegen verboten. "Wichtig dabei ist, dass die Gehwege werktags bis 7.30 Uhr und sonn- und feiertags bis 8.30 Uhr so geräumt und gestreut sein müssen, dass sie ausreichend in einem verkehrssicheren Zustand sind! Bei heftigem Schneefall ist bei Bedarf auch wiederholt zu räumen und zu streuen", gibt Diana Schulze zu bedenken. Eine Pflicht, die um 20 Uhr ende - eine Stunde also vor Beginn des Schneesturms am Mittwoch. Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.

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