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Einkaufen im Schaufenster

Einzelhändler Jan Dingfelder macht aus der Not eine Tugend: Teile der neuen Frühjahrskollektion bietet er im "Selectorz" auf besondere Weise an.

Im Großenhainer Kultladen "Selectorz" kann jetzt gewissermaßen im Schaufenster eingekauft werden. Wem etwas gefällt, der darf sich bei Inhaber Jan Dingfelder melden. Eine Idee für alle?
Im Großenhainer Kultladen "Selectorz" kann jetzt gewissermaßen im Schaufenster eingekauft werden. Wem etwas gefällt, der darf sich bei Inhaber Jan Dingfelder melden. Eine Idee für alle? © Foto: Kristin Richter

Großenhain. Schwarz und Trauerarbeit war gestern. Nachdem der Inhaber des Großenhainer Kultladens "Selectorz" mit düsterer Gestaltung die prekäre wirtschaftliche Lage im Einzelhandel kritisiert hat, denkt er seit ein paar Tagen offensiv in Richtung Zukunft.

Abgesehen davon, dass Jan Dingfelder seit Kurzem mit selbst gefilmten, digitalen Verkaufsshows auf seinem Online-Shoppingportal auf das Geschäft und die darin angebotenen Produkte aufmerksam macht, bietet er einige schnucklige Teile nun auch im Schaufenster an. Die Kollektion der kleinen Kleinigkeiten – bei den Damen wohl sehr beliebt – wäre bereits geliefert worden und sollte nicht im Lager mit der nicht verkaufbaren Winterware ihre Tage fristen. "Also habe ich kurzerhand alle Shirts mit Bestellnummern versehen. Wem etwas gefällt, der muss mich einfach nur kontaktieren", sagt Jan Dingfelder.

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Eine Idee, die sich durchaus auch andere Geschäftsinhaber zunutze machen könnten. Laut Dingfelder schon einmal von anderen Händlerkollegen der Stadt erprobt, könnte Großenhain damit vielleicht wieder etwas bunter werden. Und getreu dem Slogan "Auch eine Kleinigkeit hilft uns zu Überleben", würde die Aktion den Läden möglicherweise über die noch lange Durststrecke des Lockdowns bis Mitte Februar helfen.

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"Ich finde diese Initiative total gut", bekennt auch Alexander Ehrke. Wie Großenhains Citymanager betont, sei er momentan damit beschäftigt, verschiedene Angebote einzuholen und verschiedene Plattformen im Internet zu sichten, die geeignet wären, auch Großenhains Händler andere Verkaufsplätze anbieten zu können. Denn nun müsse mit Kreativität und Einfallsreichtum um die Ecke gedacht werden – oder in die Schaufenster der Händler.

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