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Elbehexen halten sich fit

Die Corona-Zwangspause kommt für die Oberliga-Frauen zur Unzeit. Das Wichtigste aber: Alle im Team sind derzeit gesund.

Von Thomas Riemer
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Groß war der Jubel beim ersten Heimsieg der Elbehexen.
Groß war der Jubel beim ersten Heimsieg der Elbehexen. © Foto: E. Schneider

Meißen/Riesa. Zwei Spiele, zwei Siege – besser hätte der Saisonauftakt der Handballerinnen der SG Meißen/Riesa, der selbst ernannten „Elbehexen“, in der Mitteldeutschen Oberliga nicht laufen können. Dann kam Anfang November die Zwangspause. Corona bremste den Spiel- und auch Trainingsrhythmus. In anderen Vereinen im Elbland gab es Corona-Fälle. Und bei den Elbehexen? „Der Mannschaft sowie dem Betreuerstab geht es gut. Im privaten, also beruflichen Bereich, wurden bei einigen Spielerinnen bereits Tests durchgeführt, welche alle glücklicherweise ein negatives Ergebnis zum Vorschein brachten“, so Hexensprecher Enrico Schneider auf SZ-Anfrage.

Doch die Zwangspause kam zum ungünstigsten Zeitpunkt. Von einem Tag auf den anderen. „Natürlich war die Mannschaft wie auch alle weiteren Verantwortlichen über so eine Entscheidung recht traurig, aber wir waren aufgrund der aktuellen Situation nicht davon überrascht“, so Enrico Schneider. Die Situation zu überwinden sei nicht leicht, aber kurz und knapp beschrieben. „Mit Individualsport. Das bedeutet, dass unser Athletiktrainer Micha Kraus verschiedenste Trainingseinheiten erstellt und diese per WhatsApp an die Mannschaft weiterleitet“, sagt er. Bereits im letzten Lockdown habe man über eine App versucht, Trainingseinheiten zu absolvieren. „Da diese aber im Endergebnis enorme Fehler aufwiesen, haben wir uns für die derzeitige Methode entscheiden“, erklärt der Sprecher.

Wäre die Mannschaft bereit für die Fortsetzung der Saison im Dezember? „Auf diese Frage gibt es ein ganz klares Jein“, sagt Enrico Schneider. Fitnesstechnisch wäre die Mannschaft der Elbehexen um Trainer Mike Eichhorn und Aiko Smiletzki sicherlich bereit. Aber aufgrund des fehlenden individuellen Trainings im spielerischen Bereich wolle man nicht behaupten, „dass wir eine Fortsetzung der Saison erfolgreich absolvieren könnten. So ehrlich müssen wir schon sein“, so Schneider. Der Ausblick fällt schwer. „Wir gehen nicht davon aus, dass es dieses Jahr noch Spiele in der Oberliga geben wird - was wir sehr bedauern, aber eben akzeptieren müssen.“