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Eltern wünschen weniger Fleisch, weniger Zucker

155 von 219 Familien beteiligten sich in der Gemeinde Ebersbach an der Umfrage von Student Christoph Baier. Die Ergebnisse sind laut dem Bürgermeister „kostbar“.

Wie gut werden Kinder in den Tagesstätten der Gemeinde Ebersbach betreut? Eine Umfrage brachte Hinweise fürs Qualitätsmanagement.
Wie gut werden Kinder in den Tagesstätten der Gemeinde Ebersbach betreut? Eine Umfrage brachte Hinweise fürs Qualitätsmanagement. © Anne Hübschmann

Christoph Baier aus Ebersbach startete als Student der Verwaltungshochschule Meißen für seine Bachelorarbeit eine Umfrage in den Kindereinrichtungen. Um Hinweise für das Qualitätsmanagement in ihren Kitas zu bekommen, unterstützte die Kommune diese Umfrage. In Ebersbach gibt es keine freien Träger, sondern ausschließlich kommunale Kitas. Als die Auswertung jetzt im Gemeinderat vorgestellt wurde, war Bürgermeister Falk Hentschel (CDU) des Lobes voll. Es seien „kostbare Ergebnisse“ gewonnen worden, so der Verwaltungschef.

Baier hatte Umfragebögen an 219 Eltern in den Einrichtungen ausgegeben. So viele Kita-Plätze hat Ebersbach derzeit. Das Projekt wurde auch in Elternabenden angesprochen. So konnte der Student den erfreulich hohen Rücklauf von 71 Prozent erreichen: 155 ausgefüllte Bögen wurden zurückgegeben. In den einzelnen Häusern variierte die Beteiligung zwischen 53 und 96 Prozent. Auch die Erzieherinnen und Kinder wurden befragt.

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Folgende Themenkomplexe hatte Christoph Baier zusammengestellt: Betreuungszeiten, Organisation/Kommunikation, Beteiligung, Verpflegung, Wissensvermittlung. Bei den Betreuungszeiten stellte sich heraus, dass nur zwölf Prozent der Familien zehn bzw. elf Stunden in Anspruch nehmen. Nur acht Prozent der Familien - laut Christoph Baier sehr wenig - wünschen sich verlängerte Öffnungszeiten.

Beschwerdemanagement unbekannt

Mit der Information sind die meisten Eltern sehr zufrieden. Manche Einrichtungen nutzen dafür Elternbriefkästen. Im Bereich Mitbestimmung wurde allerdings nur eine befriedigende Qualität festgestellt (Note 2,74). Zwei Drittel der Eltern sei das Beschwerde-Management der Kitas nicht bekannt, so der Autor der Umfrage. Die Erzieherinnen wiederum wünschen sich mehr Mitwirkung von Eltern bei Veranstaltungen. In Sachen Verpflegung wurden gute Noten ermittelt: Bei der Quantität 1,78 und bei der Qualität 2,08. Die Mittagessen-Versorgung erfolgt über die Schulküche Kalkreuth.

Dem allgemeinen Trend folgend, wünschen sich Eltern für die Gemeinschaftsverpflegung weniger Fleisch, mehr Obst und Gemüse und weniger Zucker und Süßwaren. Der Service wird als gut eingeschätzt. Die Vermittlung sozialer Kompetenzen an die Kinder bewerten die Eltern mit der sehr guten Note von 1,45. Die Einschätzungen, die die Kinder selbst abgaben, mündeten laut Christoph Baier in der Note 1,43. Das Kita-Personal gab insgesamt eine gute Bewertung bei den Fragen ab. Man wünscht sich allerdings noch bessere Arbeitsbedingungen, sprich mehr Räume und modernere EDV. Der Bürgermeister ist bei diesen Ergebnissen stolz auf die kommunalen Einrichtungen. Die Ergebnisse werden für die Weiterentwicklung genutzt.

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