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Engel mit Spendengeld restauriert

Auf dem Großenhainer Friedhof hat die Firma Witschel mit viel Liebe zum Detail die Figur erneuert. Sie ist weit über 100 Jahre alt.

André Oestreicher von der Firma Witschel verfugt den Sockel der restaurierten Engelsfigur auf dem Friedhof. Dank zahlreicher Spenden konnte die Figur restauriert werden.
André Oestreicher von der Firma Witschel verfugt den Sockel der restaurierten Engelsfigur auf dem Friedhof. Dank zahlreicher Spenden konnte die Figur restauriert werden. © Kristin Richter

Großenhain. Stefan Ullmanns Augen leuchten, als André Oestreicher vom Naturstein- und Denkmalpflegebetrieb Hartmut Witschel auf dem Großenhainer Friedhof die letzten Verfugungsarbeiten am restaurierten Engel vollzieht. „Der Friedhof ist ja ein Stück Kulturgut“, sagt der Friedhofsmeister. Mit der Fertigstellung der Restaurierungsarbeiten ist der Engel jetzt wieder an seinen ursprünglichen Ort zurückgekehrt - der Grabstelle der Familie Strauss. Ernst Strauss, verstorben 1903, war selbst Steinbildhauer und hat die Figur höchstwahrscheinlich für das Grab aus einem der damaligen Kataloge erworben. Verbrieft ist das zwar nicht, aber nach rund 100 Jahren waren zumindest die Spuren der Zeit deutlich erkennbar. Verschlissenes Material hatte dem Engel arg zugesetzt.

Dass er jetzt von der Firma Witschel restauriert werden konnte, geht auf eine Spendensammlung zurück. „Rund 2.600 Euro sind zusammengekommen aus Spenden der letzten vier Jahre“, sagt Friedhofsmeister Stefan Ullmann. Gesammelt wurde mit einer auf dem Friedhof aufgestellten Spendenbüchse. Aber darüber hinaus habe es auch zahlreiche Einzelspenden gegeben. Mit den Spendengeldern sollen insbesondere Details von Grabanlagen in Ordnung gebracht werden, die durch Natur oder den „Zahn der Zeit“ in Mitleidenschaft gezogen wurden. Davon gibt es relativ viele auf dem Großenhainer Friedhof. Und Stefan Ullmann liegt es daher sehr am Herzen, allen Spendern zu danken, „auch für die kleinen Beträge“.

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Mit viel Liebe zum Detail haben die Beteiligten der Firma Witschel den Engel wieder auferstehen lassen. Bevor er wieder an seinen angestammten Platz gehoben werden konnte, musste er wegen Corona noch einige Zeit im Verborgenen gehalten werden.

Jetzt kann er also wieder in voller Schönheit begutachtet werden. Mit dem gebotenen Respekt natürlich, denn „ein Friedhof soll ja ein tröstlicher Ort sein“, so Stefan Ullmann.

Gemeinsam mit der Firma Witschel werden jetzt bereits die nächsten Projekte besprochen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Spendenbereitschaft weiterhin ungebrochen bleibt.

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