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Facebook-Kampagne mit Großenhainern

Die Industrie-und Handelskammer Dresden bietet ihren sorgengeplagten Unternehmern eine neue Plattform. Gestartet wurde mit dem Hotel und Gaststätte Kupferberg.

Es sind keine leichten Zeiten: Auch Angelika Pietzsch, Geschäftsführerin des Hotels und der Gaststätte Kupferberg in Großenhain, kämpft gemeinsam mit ihrem Bruder Kai-Michael Riepert um die Zukunft.
Es sind keine leichten Zeiten: Auch Angelika Pietzsch, Geschäftsführerin des Hotels und der Gaststätte Kupferberg in Großenhain, kämpft gemeinsam mit ihrem Bruder Kai-Michael Riepert um die Zukunft. © Foto: Kristin Richter

Großenhain. Aller guten Dinge sind drei: Pragmatismus, ein gutes Geschick, Probleme zu lösen, und verantwortungsbewusstes Handeln. Was wie aus einem Buch für Theorie und Praxis jeglicher Art klingt, seien jedoch all die Eigenschaften, welche sächsische Unternehmen auszeichneten. Überhaupt und erst recht in der momentanen Krise. "Es ist für alle kleineren und größeren Betriebe zweifelsohne eine sehr schwierige Zeit! Während manche unserer Mitgliedsunternehmen seit Monaten völlig mit dem Rücken zur Wand stehen und als Veranstaltungs- oder Reisebetrieb nicht tätig werden können, sind andere noch in der Lage, neue Konzepte zu entwickeln", weiß Lars Fiehler.

Wie der Sprecher der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) am Freitag im SZ-Gespräch betont, würden viele Selbstständige aus der Not sogar eine Tugend machen und mit innovativen Ideen, welche sicherlich auch erfolgreich in die Zukunft getragen werden könnten, den Kampf ums wirtschaftliche Überleben führen. Ihnen allen solle seit dieser Woche eine Plattform im Internet gegeben werden, um auf ihre Situation und die Probleme in den einzelnen Branchen aufmerksam machen zu können. Ganz bewusst auf dem Facebook-Portal der auch kreisweit tätigen Kammer. "Wir haben seit der Pandemie festgestellt, dass das Medium auch von unseren Unternehmen weitreichend und sehr stark genutzt wird. Besonders in einer Phase, wo sich Verordnungen und Zuständigkeiten gefühlt stündlich ändern, hat sich diese Kommunikations- und Informationsmöglichkeit unheimlich bewährt", erklärt Lars Fiehler.

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Was alle Unternehmen - so unterschiedlich ihre individuellen Bedingungen und finanziellen Gegebenheiten auch sein mögen - vereint, wäre das momentane Gefühl der lähmenden Perspektivlosigkeit. Habe der im Januar verkündete sächsische Stufenplan zur Rückkehr ins normale Leben durch Wirtschaftsminister Martin Dulig für ein Fünkchen von Optimismus gesorgt, sei dieses wieder erloschen. Denn zwar zählten die Schlagworte "Selbsttest" und "Impfen" nun gewissermaßen zum Tagesgeschäft. Aber wie sich dieses im wahrsten Sinne des Wortes in den kommenden Monaten entwickeln werde, wüsste niemand ganz genau. Für vorausschauend agierende Firmeninhaber ein strategisch nachhaltiges sowie somit zunehmend wirtschaftliches Problem - und vom Stufenplan keine Rede mehr. "Dabei ist der Ansatz des kontrollierten Ermöglichens bestimmter Dinge der weitaus bessere, weil durch die Menschen auch akzeptierterer Ansatz als starre Verbote", ist sich der Geschäftsführer Standortpolitik sicher.

Trotz all dieser komplizierten und nervenzerrenden Randbedingungen bewiesen die Betriebe aber wieder Durchhaltewillen und die typisch sächsische Fischelanz. "Für uns sind unsere Unternehmerinnen und Unternehmen Helden", ist deshalb auch die IHK-Facebook-Kampagne überschrieben. Und präsentiert gleich als Erstes einen Betrieb, auf den die Großenhainer zu Recht stolz sein dürfen. Das Hotel und die Gaststätte Kupferberg, als Ausbildungsstätte für gegenwärtig sechs Lehrlinge seit Jahren besonders durch die Kammer geschätzt und von den Röderstädtern für hervorragendes Essen sowie ausgezeichneten Service geliebt.

In ihrem Statement macht Geschäftsführerin Angelika Pietzsch, die gemeinsam mit ihrem Bruder Kai-Michael Riepert das renommierte Haus führt, keinen Hehl daraus, dass man gegenwärtig mit Problemen konfrontiert wäre, die so keiner für möglich gehalten hätte. Zukunftsangst bestimme auch ihr Denken und Fühlen, die Sorge um das Weiterbestehen, nicht zuletzt aus der Verantwortung heraus für 15 Mitarbeiter. "Dennoch lassen wir uns nicht unterkriegen, das sind wir unserem engagierten Team und unseren Gästen schuldig! Wir haben deshalb auch gemeinsam Ideen entwickelt, beispielsweise der Abholservice, der gern genutzt wird", verrät Angelika Pietzsch. Pragmatismus, ein gutes Geschick, Probleme zu lösen, und verantwortungsbewusstes Handeln - auch in Großenhain und auf dem Kupferberg eben so gefragt wie noch nie.

Seit dieser Woche ist diese Facebook-Kampagne der IHK Dresden im Internet zu sehen. Darin kommen Unternehmer zu Wort: als Erstes das Großenhainer Hotel und Gaststätte am Kupferberg.
Seit dieser Woche ist diese Facebook-Kampagne der IHK Dresden im Internet zu sehen. Darin kommen Unternehmer zu Wort: als Erstes das Großenhainer Hotel und Gaststätte am Kupferberg. © Foto: privat

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