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Funkmast: Planung geht von vorn los

Die Deutsche Funkturm GmbH lenkt ein: Für Wildenhain ist ein neuer Standort im Gespräch. Gegen die bisherigen Pläne hatte es großen Widerstand gegeben.

Die Debatte um einen Funkmast in Wildenhain geht in eine neue Runde. Ein neuer Standort scheint gefunden. Doch das Verfahren beginnt bei Null.
Die Debatte um einen Funkmast in Wildenhain geht in eine neue Runde. Ein neuer Standort scheint gefunden. Doch das Verfahren beginnt bei Null. © Kristin Richter

Großenhain. "Wir sind auf einem guten Weg." Diesen Satz haben Medienvertreter und Wildenhainer Bürger in den letzten Wochen immer wieder zu hören bekommen, wenn es um den geplanten Funkmast am Dorfrand ging. Nun ist die Katze aus dem Sack: Der bisher von der Deutschen Funkturm GmbH vorgesehene Standort ist vom Tisch. Gegen ihn hatte sich im Sommer unter den Wildenhainern großer Widerstand geregt. Zu nahe an der Wohnbebauung, zu groß, eventuell gesundheitsschädigend - das waren nur einige der Argumente, die unter anderem eine Bürgerinitiative ins Feld führte. Sogar einen Vor-Ort-Termin organisierte sie, bei dem sowohl Großenhains Oberbürgermeister Sven Mißbach als auch Wildenhains Ortsvorsteher Mirko Neitzel Versäumnisse in der Kommunikation einräumten. Immerhin hatte da der Ortschaftsrat sein ursprüngliches Einverständnis bereits zurückgezogen. Das Rathaus hatte zudem in seiner Stellungnahme Einspruch gegen den geplanten Funkmast-Bau eingelegt.

Jetzt geht das Thema Funkmast in Wildenhain in eine neue Runde - aber die beginnt komplett von vorn. "Wir haben der Deutschen Funkturm neue, alternative Angebote gemacht", so Mirko Neitzel zur Ortschaftsratssitzung am Dienstag. Ein möglicher Standort scheint nun gefunden: Auf dem Flurstück 422, das sich am von den Wildenhainern gern so bezeichneten "Weißiger Weg" befindet. Also ein paar Hundert Meter entfernt vom ursprünglichen Standort. Dafür, so Kai Czyszke von der Großenhainer Stadtverwaltung, müsse durch die Deutsche Funkturm jedoch zunächst einmal ein Bauantragsverfahren in Gang gebracht werden. "Zurzeit ist alles ergebnisoffen", so Czyszke. "Das Verfahren beginnt von vorn." Selbst die genaue Lage auf dem betreffenden Flurstück, noch die Bauart sind bislang irgendwo festgeschrieben. Lediglich zur geplanten Höhe des Funkmastes gibt es vage Informationen - sie soll den Vorstellungen des Betreibers zufolge bei 50 Metern liegen. Auch zu einem zeitlichen Rahmen könne man nichts sagen, bis das neue Verfahren überhaupt eingeleitet ist.

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Der Ortschaftsrat hat am Dienstag formell und in öffentlicher Sitzung dem Vorhaben prinzipiell zugestimmt. Damit hat die Stadtverwaltung eine Stellungnahme in der Hand, um mit der Deutschen Funkturm die entsprechenden Gespräche zu führen. Schon im Sommer hatten die Bürger der Politik das Versprechen abgerungen, dass der gesamte Prozess für die Öffentlichkeit nachvollziehbar vermittelt wird.

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