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Glasfasernetz wird dichter

Zwei Drittel der Breitband-Hausanschlüsse in Großenhains Ortsteilen liegen schon – bis zum Frühjahr sollen die vielen Straßensperrungen Geschichte sein.

Der Baubegleiter des Energieversorgers Enso-Netz, Martin Grell, ist derzeit am Breitbau-Standort Skäßchen im Einsatz. Kaum ein Ortsteil ist in den letzten Monaten vom Breitbandausbau nicht betroffen worden.
Der Baubegleiter des Energieversorgers Enso-Netz, Martin Grell, ist derzeit am Breitbau-Standort Skäßchen im Einsatz. Kaum ein Ortsteil ist in den letzten Monaten vom Breitbandausbau nicht betroffen worden. © Norbert Millauer

Die Tiefbauarbeiten für die Breitbandversorgung in den 17 ländlichen Ortsteilen von Großenhain werden bis zum Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. „Wir können unsere Projekte derzeit noch gut bewältigen“, erklärt Enso-Regionalbereichsleiter Tilo Kadner. Das liege vor allem an den langfristigen Partnerschaften, die der Energieversorger mit den Tiefbaufirmen der Region pflegt. Die letzten Glasfaserleitungen sollen dann bis zum Sommer verlegt sein; die Inbetriebnahme der Anschlüsse wird bis zum Herbst nächsten Jahres abgeschlossen.

Im Jahr 2016 fällte die Enso die Grundsatzentscheidung, als öffentlicher Kommunikationsnetzbetreiber tätig zu werden. Zuvor hatte das Unternehmen bereits ein Pilotprojekt – die Breitbanderschließung im Großenhainer Innenstadtgebiet – gestartet und erfolgreich abgeschlossen. Es folgten weitere Projekte in Radeburg, Nossen, Glaubitz, Nünchritz und Zeithain. Aktuell erschließt die Enso neben den Dörfern rund um die Röderstadt die Stadt Lommatzsch. Für die Gemeinden Lampertswalde und Schönfeld hat das Unternehmen voriges Jahr den Zuschlag erhalten – auch hier ist es bereits tätig geworden. „Breitband hat sich bei uns inzwischen als weitere Sparte etabliert“, sagt Enso-Sprecherin Claudia Kuba.

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Zwischen Bauda, Zabeltitz und Zschauitz werden insgesamt 2.600 Glasfaser-Hausanschlüsse für 2.900 potenzielle Kunden hergestellt. Die Enso lässt in dem weitläufigen Gebiet insgesamt 43 Verteiler installieren und 520 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Etwa 75 Kilometer davon kommen im offenen Tiefbau in die Erde. Im Zuge das Breitbandausbaus werden Arbeiten an der Strom- und Gas-Infrastruktur gleich mit erledigt. So der Neubau von Niederspannungsortsnetzen, die Erneuerung einer Mittelspannungsleitung sowie die Gasnetzerweiterung nach Zschauitz und die Schaffung von 150 neuen Leuchtpunkten an den Straßen.

In neun Ortsteilen von Großenhain sind die Baumaßnahmen inzwischen abgeschlossen. Das heißt, etwa zwei Drittel der Hausanschlüsse wurden bereits hergestellt. Die Anschlussquote liegt bei 95 Prozent – nur ganz wenige Bewohner der ländlichen Ortsteile haben es abgelehnt, den kostenlosen Anschluss bis zur Hauswand legen zu lassen. Momentan laufen die Arbeiten vor allem nördlich und westlich vom Stadtgebiet. In Zabeltitz wird schon seit längerem gebaut – hier sollen im Zuge der Straßensanierung in der Ortsdurchfahrt Glasfaserleitungen mit verlegt werden. Auch in Treugeböhla, Walda, Bauda, Skassa und Wildenhain laufen die Arbeiten noch. Neu hinzugekommen sind in den vergangenen Wochen Skäßchen, Krauschütz und Strauch. 

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