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Großenhainer CDU will Sebastian Fischer

Der Stadtverband empfiehlt im Nachgang eines digitalen Mitgliederforums, den ehemaligen Landtagsabgeordneten für den Bundestag zu nominieren.

Der Großenhainer CDU-Stadtverband hat am Mittwoch Sebastian Fischer seine Unterstützung für die Nominierung zur Wahl als Bundestagsabgeordneter ausgesprochen.
Der Großenhainer CDU-Stadtverband hat am Mittwoch Sebastian Fischer seine Unterstützung für die Nominierung zur Wahl als Bundestagsabgeordneter ausgesprochen. ©  Foto: Claudia Hübschmann

Großenhain. Es war die erste Zusammenkunft dieser Art: Am Dienstagabend hatte der CDU-Stadtverband seine Mitglieder zu einer Versammlung per Telefonkonferenz eingeladen. In Vorbereitung des teilweise auch in den Reihen der CDU sehr umstrittenen Präsenzparteitages am kommenden Wochenende in Großenhain, wollten auch die Röderstädter tun, was andere schon vor ihnen gemacht haben. Gebildet werden sollte sich ein Urteil über jene zwei Kandidaten, die nach Thomas de Maizière die Region und faktisch den Wahlkreis 155 ab Herbst im Bundestag vertreten sollen.

Sebastian Fischer und Andreas Jahn, beide auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Großenhainer beziehungsweise Riesaer Land verbunden, stellten sich deshalb noch einmal den Fragen aus den eigenen Reihen. Während Fischer mit seiner jahrelangen Tätigkeit als Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Meißen mit lokalen Pfründen aufwarten konnte, warb Andreas Jahn mit Erfahrungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Thüringer Bundestagsabgeordneten und seinen Tätigkeiten als Koordinator des Gebetsfrühstücks im Deutschen Bundestag sowie im Bundesverband mittelständische Wirtschaft für sich.

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Am Ende schlug das Herz der Teilnehmer für jenen Bewerber aus dem Priestewitzer Ortsteil Gävernitz, der sich unter anderem zum Thema Windkraft, der großflächigen Gewerbeansiedlung auf dem Flugplatz und der Entwicklung des ländlichen Raumes zwischen Riesa und Thiendorf äußerte. "Der Vorstand empfiehlt seinen Mitgliedern, Herrn Fischer am 8. Januar zu nominieren", erklärte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Großenhain, Johannes Fiolka, am Mittwochvormittag auf SZ-Anfrage. Sebastian Fischer sei in der Region zutiefst verwurzelt und bringe mit seinen fachlichen Qualitäten eine vielschichtige Erfahrung in Wirtschaft und Parlament mit sich, die ihn in besonderer Weise als Direktkandidat der CDU prädestinierten.

Rückenwind, den der 39-Jährige nach eigenem Bekunden mit Dankbarkeit und Freude entgegen nehme. Nachdem er bereits vor Monaten durch den ehemaligen Landrat des Kreises Meißen Arndt Steinbach als Kandidat ins Gespräch gebracht worden war, hätten sich inzwischen auch die Mittelstandsunion, die Junge Union, die Ortsverbände Gröditz und Zeithain sowie zahlreiche Mitstreiter in Coswig, Radebeul, Meißen und auch Riesa für ihn ausgesprochen. Allerdings: Ein Votum gibt der Riesaer Stadtverband im Gegensatz zu seinen Großenhainer Kollegen nicht ab. In der Region, so Falk Müller, kommissarischer Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Riesa, unterstütze mancher Jahn, mancher aber auch Fischer. Die Entscheidung sei jedem Mitglied freigestellt.

Der zumindest in Großenhainer CDU-Kreisen favorisierte Sebastian Fischer betrachtet die Angelegenheit indes realistisch: "Mir ist durchaus bewusst, der Weg nach Berlin ist noch weit! Warten wir den Parteitag ab, und dann werden wir die nächsten Schritte gehen", so Sebastian Fischer.

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