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Großenhainer wird kräftig abgezockt

Ein junger Mann brachte am Dienstag einen besonderen Fall zur Anzeige: Sein Kumpel habe ihn um fast 20.000 Euro erleichtert. Nun will er andere warnen.

Sollte sich alles so zugetragen haben, wie der 23-jährige junge Mann aus der Nähe von Radeburg jetzt zur Anzeige brachte, wusste der gute Kumpel aus Großenhain die Geheimzahl zur Geldkarte.
Sollte sich alles so zugetragen haben, wie der 23-jährige junge Mann aus der Nähe von Radeburg jetzt zur Anzeige brachte, wusste der gute Kumpel aus Großenhain die Geheimzahl zur Geldkarte. © Foto: Norbert Millauer

Großenhain. Eines muss man dem 23-jährigen Röderstädter lassen: Sollte sich tatsächlich alles so bestätigen, wie er es jetzt im Polizeirevier Großenhain und gegenüber der Sächsischen Zeitung berichtete, dann ist der Auszubildende auf jeden Fall sehr sparsam gewesen. Immerhin gut 19.510 Euro seien jetzt nämlich von seinem Bankkonto verschwunden. Viel Geld, das ohne die Inanspruchnahme eines Überziehungskredits wirklich vorhanden gewesen wäre. „Ich lebe noch bei meinen Eltern und kann so in jedem Monat einen festen Betrag sparen“, verrät der Mann, welcher in der Nähe von Radeburg zuhause ist.

Ein Ort, von dem aus er zu seiner Arbeitsstätte in Großenhain fahren müsste. Gern habe er deshalb das Angebot eines guten Kumpels angenommen, hin und wieder bei ihm übernachten zu dürfen. Was der junge Mann nicht ahnen konnte: Offenbar handelte der gute Kumpel nicht ganz so uneigennützig. „Ich habe plötzlich auf meinem Bankkonto Überweisungen entdeckt, die ich mir zunächst nicht erklären konnte! Einmal verschwanden 1.000 Euro, dann 2.500 Euro“, erzählt er aufgeregt im SZ-Gespräch.

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Irgendwann habe er aufgrund der Kontobewegungen eins und eins zusammen zählen können. Immer, wenn er bei dem Großenhainer übernachtete, habe sich dieser mit seiner Geldkarte am Konto bedient. Darauf angesprochen, habe der gute Kumpel ihn auf allen Kanälen gesperrt und sei nicht mehr erreichbar. Laut Aussagen des Betroffenen wären im Laufe der Zeit drei Überweisungen und 17 Abbuchungen getätigt worden.

Ein Fall mit dem sich nun das Revier Großenhain beschäftigt, welches gegenüber der SZ die Anzeige am Mittwoch bestätigte. „Mir ist signalisiert worden, dass ich wohl nicht der Einzige bin. Deshalb möchte ich nun vor dem gleichaltrigen jungen Mann warnen!“

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