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Großenhain

Heißer Segen für Bauernmuseum

Der Bund unterstützt mit einem besonderen Programm nach einer besonderen Zeit - und ermöglicht so weitere Projekte.

Ein historisches Kleinod: Das Bauernmuseum in Zabeltitz. Nun bekommt es Geld vom Bund - in beträchtlicher Höhe.
Ein historisches Kleinod: Das Bauernmuseum in Zabeltitz. Nun bekommt es Geld vom Bund - in beträchtlicher Höhe. © Kristin Richter

Zabeltitz. Es ist beliebt bei groß und klein. Ein Besuch im Bauernmuseum Zabeltitz lohnt sich immer. Denn zu entdecken gibt es tatsächlich in jedem Winkel des unter Denkmalschutz stehenden, ehemaligen Dreiseithofes, immer etwas. Interessante Hingucker, wie sie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zumindest im Großenhainer Ortsteil noch nicht in Augenschein genommen hat. Und dennoch ist es der Politikerin zu verdanken, dass sich in Kooperation mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters, das beliebte Kleinod über einen finanziellen Segen freuen darf.

Gut 24.970,99 Euro aus einem Programm, welches sich gezielt an landwirtschaftliche Museen in Städten und Gemeinden mit bis zu 30.000 Einwohnern oder Orten mit ländlichem Charakter richte. Ausstellungsschwerpunkte müssen dabei mit den Themen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Ernährung, Gartenbau, Weinbau oder Fischerei verknüpft sein. "Für den zum Museumshof umgewidmeten denkmalgeschützten Dreiseithof in Zabeltitz ist die Förderung des Bundes enorm wichtig", sagt CDU- Bundestagsabgeordnete Thomas de Maizière, welcher sich seit Jahren für das Großenhainer Land einsetzt.

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Das Geld werde dabei drei Vorhaben zugute kommen. Zum einen solle die kleine Stube im Wohnstallhaus zunächst restauriert und danach mit einer entsprechenden musealen Einrichtung versehen werden. Für das Seitengebäude sei zeitgemäße Lichttechnik vorgesehen und darüber hinaus eine neue Bestuhlung. "Durch diese Mittel wird die Ausstellung deutlich aufgewertet und das kulturelle Angebot vor Ort wieder belebt. Ich freue mich daher sehr über diese Förderung", bekennt Thomas de Maizière.

Wie er betont, erleichtere die wirtschaftliche Unterstützung durch derlei Programme gerade in der aktuellen Situation einen Neustart für die oft von ehrenamtlich Engagierten getragenen Vereine der landwirtschaftlichen Museen.

Erleichterung über die Zuwendung gibt es auch im Großenhainer Rathaus. Laut Oberbürgermeister Sven Mißbach (parteilos) wären die Tradition und Historie der Landwirtschaft in der Großenhainer Pflege schließlich prägende Elemente der Stadt- und Ortsgeschichte und das Bauernmuseum ein wertvoller Bestandteil der Großenhainer Museumslandschaft. "Die Förderung des Bundes freut mich sehr, da diese den Erhalt und die Entwicklung von erlebbaren musealen Angeboten im ländlichen Raum unterstützt", betont der Verwaltungschef im SZ-Gespräch.

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Vorerst mit eingeschränkten Öffnungszeiten kann der Zabeltitzer Museumshof ab 1. August mittwochs und sonntags besucht werden.

Eine Förderung in Höhe von bis zu 50.000 Euro kann seit dem 1. April 2021 beim Deutschen Verband für Archäologie e. V. (DVA) auf der Webseite www.dva-soforthilfeprogramm.de beantragt werden. Dort sind alle Details der Ausschreibung zu finden. Die Prüfung und Bewilligung der Anträge erfolgt nach dem zeitlichen Eingang der vollständigen Antragsunterlagen.

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