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GFV-Quartett entdeckt künstlerische Ader

Vier Spieler haben die Kabinen auf der Großenhainer Jahnkampfbahn aufgehübscht. Jetzt hoffen alle, die Katakomben bald nutzen zu können.

Das "Heiligtum" der Landesliga-Kicker vom Großenhainer Fußballverein hat ein neues Outfit bekommen.
Das "Heiligtum" der Landesliga-Kicker vom Großenhainer Fußballverein hat ein neues Outfit bekommen. © Foto: Matthias Kost

Großenhain. Normalerweise bleibt Außenstehenden der Blick in eine Fußballkabine ja verwehrt. Denn sie ist so etwas wie das "Heiligtum" eines Vereins.

Der Großenhainer Fußballverein hat vor ein paar Tagen eine Ausnahme gewährt. Und das aus gutem Grund. Denn ein Quartett der ersten Männermannschaft hat drei der vier Kabinen im Sportlerheim auf der Jahnkampfbahn renoviert. Und das mit zweifelsohne künstlerischem Talent. "Max Kirsche gab irgendwann mal den Anstoß", erinnert sich Leon Büttner. Auch Tom Klömich und Martin Brunzel konnten sich für die Idee begeistern. „Einfach mal machen!“ – so lautete das Motto der vier Spieler. Was man dafür alles braucht? Einen Laptop, einen Beamer, Pinsel, Farbe - und vielleicht das ein oder andere Kaltgetränk, um die Konzentration nicht zu verlieren und oben zu halten. Doch das Projekt nahm mit der Zeit eine gewisse Eigendynamik an. "Erst sollte nur die Kabine der 1. Mannschaft drankommen", so Leon Büttner. Doch dann machte es offenbar so viel Spaß, dass noch zwei weitere Räume mit neuem Outfit versehen wurden. Immer weiter, immer mehr. Insgesamt 40 Stunden verbrachten die vier Landesliga-Kicker abwechselnd und ganz coronakonform damit, den Katakomben ein neues Design zu verpassen. "Gekostet hat das den Verein nichts", so Leon Büttner. Die Farbe spendierte ein privater Sponsor.

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Das Gros der Mitspieler dürfte die aufgepeppten Räumlichkeiten noch nicht gesehen haben. Die letzte reguläre Zusammenkunft bei einem Training liegt viereinhalb Monate zurück. Die Hoffnung, bald wieder trainieren und spielen zu können, ist dennoch ungebrochen.

Unterdessen ist die Spendenaktion für den Umbau des Hart- zu einem Rasenplatz angelaufen. Zahlreiche Vereinsmitglieder, Fans und Förderer haben die ersten der 6.500 Quadratmeter symbolisch für zehn Euro erworben. Aktuell sind dadurch bereits 4.960 Euro zusammengekommen.

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