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Kätzchen wird von Polizei aus Auto befreit

Tierisches Großenhain: Der gut acht Wochen alte Vierbeiner steckte am Donnerstag im Motorraum fest.

Großenhains Bürgerpolizistin Anja Zimmer hörte das Kätzchen auf dem Weg zur Arbeit wimmern und fand es schließlich eingeklemmt in der Motorhaube eines parkenden Autos.
Großenhains Bürgerpolizistin Anja Zimmer hörte das Kätzchen auf dem Weg zur Arbeit wimmern und fand es schließlich eingeklemmt in der Motorhaube eines parkenden Autos. © Kristin Richter

Großenhain. Er ist klein, er ist anschmiegsam und er ist auf jeden Fall der Star im Revier. Mit wachen Augen schaut das neue Maskottchen der Großenhainer Polizei in die Kamera der SZ-Fotografin. Nein, scheu ist das grau getigerte Fellnäschen ganz und gar nicht. Ausgelassen krabbelt es auf der Schulter von Anja Zimmer hoch und runter. Keine Frage, in der beherzten Polizeihauptmeisterin hat das Tierchen - inzwischen auf den Namen Bruno getauft - eine liebevolle Freundin gefunden. 

Allerdings: Anja Zimmer ist weit mehr als das! Eigentlich habe die Bürgerpolizistin an diesem Donnerstagmorgen nur ganz schnell zur Arbeit gehen wollen. Doch dann passierte es. "Als ich kurz vorm Einkaufsladen Kirst & Co gewesen bin, hörte ich schon das laute Wimmern. Ich blieb stehen, wartete, hörte es wieder und konnte schließlich erkennen, das es aus dem Motorraum eines geparkten Autos gekommen ist", erzählt Anja Zimmer. 

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Das Brunos Lebensretterin nun ausgerechnet ihr Tagwerk bei der örtlichen Polizeidienststelle verrichtet, sollte sich schon bald als wahrer Glücksfall erweisen. Aufgrund der gegebenen Gefahrensituation sei es möglich gewesen, sofort den Halter des geräuschvollen Opels zu ermitteln.

 Schnell habe man den jungen Mann gewissermaßen herausgeklingelt, der sich seinerseits auch glücklicherweise als durchaus hilfsbereit erwiesen hätte. Bereits nach wenigen Minuten wäre das kleine Köpfchen des verirrten Kätzchens zu sehen gewesen.

Jedoch sollte es noch eine mühevolle Weile dauern, in der zunächst abgeschraubt werden musste, was zur Rettung im Weg gewesen ist, bis das Tierchen auf die Straße purzelte. Ölverschmiert sei es umher getippelt und habe sich dann sichtlich daran erfreut, wie Anja Zimmer und zwei weitere inzwischen herbei geeilte Bürgerpolizisten seiner Meinung nach mit ihm Fange spielen wollten. "Letztlich waren wir aber doch schneller und haben es später auf unserem Revier erstmal mit Nahrung versorgt, die auch mit großem Appetit verspeist worden ist", verrät Anja Zimmer und lacht. 

Auch wenn sie Bruno zweifelsohne sehr niedlich fände, habe sich für den Fall der Fälle dennoch schon eine andere Kollegin bereit erklärt, ihn mit nach Hause zu nehmen. Yvonne George - am vergangenen Wochenende hatte die Polizeihauptmeisterin noch das vermutliche Werkzeug der Kaufland-Diebe aus der Röder gefischt - würde den kuschligen Fellkumpel gern in ihre Familie aufnehmen. Vorausgesetzt natürlich, er gehöre noch niemandem.

 Sollte Bruno indes längst auf einen anderen Namen hören und einfach nur seinen Menschen weggelaufen sein, könne er jederzeit im Polizeirevier Großenhain abgeholt werden. Bis es soweit ist, wird er hier gut versorgt - und ist zumindest an diesem Donnerstag der Star im Großenhainer Revier.

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