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Keine Knöllchen bis Silvester

Großenhain beteiligt sich am sogenannten Weihnachtsfrieden. Ein Freibrief für Verstöße ist das aber keinesfalls.

Parkschein lösen: In Zeiten des Weihnachtsfriedens schauen die Ordnungshüter ausnahmsweise nicht so genau hin.
Parkschein lösen: In Zeiten des Weihnachtsfriedens schauen die Ordnungshüter ausnahmsweise nicht so genau hin. © Foto: Kristin Richter

Großenhain. Es gibt ihn auch in diesem Jahr - den sogenannten Weihnachtsfrieden in der Röderstadt. Er gilt seit Montag und dauert diesmal bis zum Ende des Silvestertages an, bestätigte Rathaussprecherin Diana Schulze.

Der Weihnachtsfrieden in Großenhain bezieht sich auf Mahnungen, Vollstreckungen sowie Ordnungswidrigkeiten im ruhenden und fließenden Verkehr unter Beachtung von Ordnung und Sicherheit. Eine Einschränkung gibt es dennoch: "Der Weihnachtsfrieden gilt nicht bei Vorgängen, bei denen ein Fristablauf droht", so Diana Schulze.

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Der Begriff Weihnachtsfrieden hat seinen Ursprung im Ersten Weltkrieg. Am Heiligabend 1914 schwiegen die Waffen an der Westfront. Deutsche, Franzosen und Briten kamen aus den Schützengräben und feierten gemeinsam Weihnachten. Heute ist es die inoffizielle Bezeichnung eines festgelegten Zeitraumes, in dem Behörden und Ämter des öffentlichen Dienstes in Deutschland keine Verwaltungsakte erlassen, die den Empfänger belasten.

Auch die sächsischen Finanzämter beteiligen sich 2020 an der Tradition. Zwischen Weihnachten und Neujahr bekommen es die Bürger nur in Ausnahmefällen mit den Finanzämtern zu tun. Vollstreckungsmaßnahmen und Außenprüfungen solle es vom 23. Dezember bis Neujahr nicht geben - es sei denn, es drohe Verjährung.

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