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Feuerwehr im Großeinsatz kurz nach Silvester

Der Brand in Großraschütz war zum Glück schnell unter Kontrolle. Auch die Polizei registrierte einen relativ ruhigen Jahreswechsel. Ärger gab es trotzdem.

Von Thomas Riemer
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Unter Einsatz einer Drehleiter konnten in Brand geratene Dachteile beim Alarm in Großraschütz schnell beseitigt werden.
Unter Einsatz einer Drehleiter konnten in Brand geratene Dachteile beim Alarm in Großraschütz schnell beseitigt werden. © Foto: Ingo Nestler

Großenhain. Schreckmomente für Anwohner wie auch Feuerwehr und Polizei kurz nach Mitternacht. Eingegangen war eine Meldung, dass ein Dach im Großenhainer Ortsteil Großraschütz Feuer gefangen hat, die Bewohner hatten selbst die Leitstelle benachrichtigt. Da eine solche Meldung für die Feuerwehr einen Großeinsatz auslöst, eilte auch Kreisbrandmeister Ingo Nestler vor Ort. "Gegen 0.25 Uhr ging die Meldung ein", bestätigt er. Ausgelöst durch eine "verirrte" Silvesterrakete, sei zwischen den Dachziegeln ein Schwelbrand entstanden.

Zum Glück waren rund 30 Kameraden sehr schnell am Einsatzort, mithilfe der Drehleiter wurde ein Trupp aufs Dach gehievt und konnte die betroffenen Dachziegel entfernen, sodass kaum Wasser zum Löschen benötigt wurde. Verletzt wurde niemand, im Haus selbst gab es keine Schäden und auch keine Rauchentwicklung. "Es war ein ganz großes Glück für alle", so Ingo Nestler und vergisst nicht, sich bei den Einsatzkräften zu bedanken.

Generell sei die Silvesternacht für die Feuerwehren im Landkreis Meißen "verhältnismäßig ruhig" verlaufen. Zwischen 18 Uhr am 31. Dezember und 6 Uhr am Neujahrstag mussten sie zu elf Einsätzen ausrücken. Vorrangig waren es Heckenbrände - zum Beispiel in Lenz und Welxande. Aber auch eine "vergessene" Feuerstelle in Wildenhain sowie ein brennender Container in Riesa waren Einsatzorte.

Die Riesaer Straße in Großraschütz musste wegen des Großeinsatzes nach Mitternacht vorübergehend voll gesperrt werden.
Die Riesaer Straße in Großraschütz musste wegen des Großeinsatzes nach Mitternacht vorübergehend voll gesperrt werden. © Foto: privat

Das Polizeirevier Großenhain blickt auf eine ruhige Nacht zum Jahreswechsel zurück. Es habe vereinzelt Gruppen gegeben, die gegen Corona-Regeln verstoßen haben - hier wären auch persönliche Daten aufgenommen worden. Zudem seien kleinere Sachbeschädigungen registriert worden - am Gerberdamm wurde offenbar ein Abfallbehälter durch Böller in Mitleidenschaft gezogen.

Aus dem Bereich des Polizeireviers Riesa wurde die Sprengung eines Zigarettenautomaten im Nünchritzer Ortsteil Merschwitz gemeldet. Unbekannte Täter "öffneten" ihn offensichtlich unter Verwendung von Pyrotechnik und entwendeten Tabakwaren und Bargeld. Die Höhe des Sach- und Stehlgutschadens wurde noch nicht beziffert.