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244.000 Euro im Stoffbeutel entdeckt

An der A 13 in Schönfeld macht der Zoll einen erstaunlichen Fund.

So sehen 244.000 Euro in bar aus: Das Geld hat der Zoll jetzt bei einer Kontrolle an der A 13 in Schönfeld entdeckt.
So sehen 244.000 Euro in bar aus: Das Geld hat der Zoll jetzt bei einer Kontrolle an der A 13 in Schönfeld entdeckt. © Hauptzollamt Dresden

Schönfeld/Dresden. Erstaunlich, wie viel Bargeld in einen kleinen Beutel passt: Das stellten Zöllner fest, die am Dienstag auf dem Rastplatz "Am Wiesenholz" an der A 13 nahe der Abfahrt Thiendorf einen Vietnamesen kontrollierten. Der 51-Jährige und sein 20-jähriger Reisebegleiter befanden sich mit ihrem Auto gerade auf dem Weg nach Tschechien.

Auf Nachfrage gaben die Beiden an, kein Bargeld oder unerlaubte Waren mitzuführen. Bei der Durchsicht des Fahrzeugs fiel den Zöllnern ein schwarzer Rucksack auf. Dieser war hinter dem Fahrersitz im Fußraum verstaut und trotz seiner geringen Größe sehr schwer. Nach dem Öffnen kam unter Kleidungsstücken versteckt ein Stoffbeutel zum Vorschein. Der wiederum war mit ganzen Bündeln von Bargeld gefüllt.

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Unauffälliger Rucksack, aber verdächtig schwer: Hier drin tauchte unter Kleidung das Geld in einem separaten Stoffbeutel auf.
Unauffälliger Rucksack, aber verdächtig schwer: Hier drin tauchte unter Kleidung das Geld in einem separaten Stoffbeutel auf. © Hauptzollamt Dresden

Erst daraufhin gab der 51-jährige zu, von dem Geld gewusst zu haben. Die Zählung dürfte eine Weile gedauert haben: Heraus kam eine Summe von etwa 244.000 Euro, teils in Fünf-Euro-Scheinen, teils in Zehnern, Zwanzigern, Fünfzigern, Hundertern. Und auch ein paar rosafarbene 500er Scheine fanden sich. Die Zöllner nahmen die Männer zur weiteren Klärung des Sachverhalts mit zur Dienststelle.

Ein alltäglicher Fall ist das für die Dresdner Behörde nicht. "So eine Bargeld-Menge bei einer Kontrolle an einem Ort zu finden, sind in unserem Bereich schon etwas Besonderes", sagt Zoll-Sprecher Maximilian Hempel. Ob bei Kontrollen an Flughäfen oder an Grenzübergängen: Beträge, die in die 100.000er gehen, seien eher die Ausnahme.

Und war das nun ein Zufallstreffer? Oder lag es am besonders guten Gespür der Zöllner? "Glück spielt bei Kontrollen auch immer eine gewisse Rolle", sagt Hempel. "Aber die Kollegen, die so etwas machen, sind auch sehr erfahren." Die würden Autos nicht nach dem Zufallsprinzip stoppen - sondern auch schon mal im Vorbeifahren reinschauen und ganz genau drauf achten, wie die Insassen auf den Anblick der Uniformen reagieren.

Sorgfältig mit Gummis gebündelt - der Fund im Stoffbeutel.
Sorgfältig mit Gummis gebündelt - der Fund im Stoffbeutel. © Hauptzollamt Dresden

Aus welchen Quellen das Geld stammt und wofür es bestimmt war, müssen die weiteren Ermittlungen des Zollfahndungsamts Dresden zeigen.

So oder so: Bei der Ausreise aus Deutschland in einen EU-Mitgliedstaat muss mitgeführtes Bargeld im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr beim Zoll auf Nachfrage angezeigt werden. Ebenso müssen dann die Herkunft, der wirtschaftlich Berechtigte und der Verwendungszweck dargelegt werden, so die Behörde.

"Wer mitgeführte Barmittel oder gleichgestellte Zahlungsmittel nach Aufforderung nicht oder nicht vollständig anzeigt, handelt ordnungswidrig", heißt es. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu einer Million Euro geahndet werden. (SZ)

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