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4.300 Euro für Sternsinger, die nicht kommen konnten

Obwohl dieses Jahr die ökumenische Aktion ohne Kinder durchgeführt werden musste, war sie in Großenhain sehr erfolgreich.

Die Sternsinger.
Die Sternsinger. © Rolf Vennenbernd/dpa (Archiv)

Großenhain. Am 2. Februar ist immer Maria Lichtmess. Dieses christliche Fest markiert das Ende der Weihnachtszeit. Viele Pfarrer und Kirchenleute lassen ihren Weihnachtsschmuck bis dahin stehen. Zu Maria Lichtmess werden in der Kirche auch sämtliche Kerzen, die das Jahr über benötigt werden, gesegnet, daher der Name des Festes. Der 2. Februar bildet in diesem Jahr auch den Abschluss der ökumenischen Sternsingeraktion. Sie musste wegen Corona aber ganz anders stattfinden als geplant, nämlich ohne Kinder.

Trotzdem war sie sehr erfolgreich. Für die evangelische Kirche suchte Michael Bergk dieses Jahr bei 90 Besuchen Firmen und Einrichtungen auf, um ihnen den traditionellen Aufkleber mit den Buchstaben C+M+B und der Jahreszahl 2021 zu überreichen. Für diesen Segensspruch, der über die Tür geklebt wird, erbitten die Sternsinger Spenden. So hat der Gemeindepädagoge auch die Familien der Religionskinder mit gebotenem Abstand besucht. Sie sollten die Segensandacht diesmal allein zu Hause abhalten.

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Für die katholische Seite übernahmen Christine George und vier Frauen der Gemeinde St. Katharina seit Anfang des Jahres die etwa 80 Visiten in Familien, Einrichtungen, Arztpraxen und Geschäften. "Wir waren mit Maske unterwegs und viele ältere Menschen haben sich sehr gefreut, dass wir kamen", sagt Christine George. Diese Menschen gehen derzeit aus Vorsicht kaum raus, auch Gottesdienste sind nicht möglich. Der Besuch war ihnen deshalb besonders willkommen. Auch kranke Menschen wurden in der Sternsingaktion aufgesucht. Ins Altersheim konnten die Akteure diesmal leider nicht.

Rund 4.300 Euro kamen laut Christine George an Spenden zusammen. Trotz der geringeren Zahl an "Auftritten" konnte das Vorjahresergebnis damit erreicht werden. In über 100 Ländern helfen diese Gelder, darunter in der Ukraine. Dort herrscht seit vielen Jahren Krieg. Zahlreiche Familien sind auch auseinandergerissen, weil die Eltern im Ausland arbeiten müssen, um Geld zu verdienen. Viele Kinder wachsen praktisch ohne Eltern auf. Deshalb unterstützt das Kindermissionswerk der Sternsinger die Caritas Ukraine. Auch per Überweisung kann die Sternsingeraktion immer noch unterstützt werden.

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Bankverbindungen: Evangelische Kirche, Kassenverwaltung Dresden Bank für Kirche und Diakonie eG IBAN: DE59 3506 0190 1667 2090 44, Zweck: RT 1668 – Spende Sternsingen 2021 – Name bzw.

Katholische Kirche Römisch-katholische Pfarrei St. Barbara Riesa LIGA-Bank IBAN: DE96 7509 0300 0008 2224 44, Zweck: Spende Sternsingen 2021 – Name

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Der Segensspruch wird von Christine George an einer Tür angebracht.
Der Segensspruch wird von Christine George an einer Tür angebracht. © privat

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