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Abwasser fließt neue Wege

Die Einlaufhalle der Kläranlage Kalkreuth wird komplett saniert. Wie geht dann in der Zwischenzeit die Abwasserklärung?

Die Einlaufhalle der Kläranlage Kalkreuth. Hier kommt das Abwasser an. In diesem Jahr wird das Gebäude erneuert und ein Provisorium für die Grobreinigung aufgestellt.
Die Einlaufhalle der Kläranlage Kalkreuth. Hier kommt das Abwasser an. In diesem Jahr wird das Gebäude erneuert und ein Provisorium für die Grobreinigung aufgestellt. © Norbert Millauer

Kalkreuth. Die Einlaufhalle der Kläranlage des Kalkreuther Abwasserzweckverbandes soll komplett saniert werden. Das Haus, in dem das Abwasser ankommt, zeigt Spuren von Verschleiß und Abnutzung, so Verbandsvorsitzender Falk Hentschel in der Sitzung, in der die Beschlüsse dazu fielen. Die Kostenschätzung von 724.000 Euro wurde bei der Vergabe zwar nicht erreicht, aber die Maßnahme kostet trotzdem immerhin 696.000 Euro. Die höchsten Beträge bringt die notwendige Technik ein.

Die Eingangshalle ist circa 25 Jahre alt. Das Gebäude sollte schon vor drei Jahren gebaut werden. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt zu erwartenden hohen Kosten wurde das Thema auf die Tagesordnung verschoben. Das Großenhainer Ingenieurbüro Block erarbeitet die Planung.

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Für die Elektroleistungen und den Rohbau gab es in der öffentlichen Ausschreibung jeweils nur ein Angebot. Diese Leistungen erbringen die Firma Elektro Rentke aus Lenz bzw. der Bauhof Ilkendorf-Nossen. Die Maschinentechnik wird von dem Coswiger Tief- und Rohrleitungsbau aufgestellt. Neue Türen und Tore werden von der Firma Gräfe Tore aus Radeburg installiert. Die Sanierung des Gerinnes liegt in der Verantwortung der Schulz Bau GmbH Torgau.

Verbandsmitglied Roland Drobisch aus Ebersbach stellte die wichtige Frage, wie die Abwasserbehandlung während der etwa sechsmonatigen Bauzeit funktionieren wird. Hierfür gibt es eine vorübergehende Ersatzanlage. Sie wird neben dem Gebäude an der Zufahrtsstraße aufgestellt. Rechen- und Sandfänger entfernen die Feststoffe aus dem Abwasser. Die ankommende Fracht muss daher umgeleitet werden. Diese Zwischenlösung wird bis November / Dezember dauern, heißt es im Verband.

Bei der Rekonstruktion sollen die Behälter für die Feststoffe, die sich derzeit in der Halle befinden, nach draußen gebracht werden. So erschwert im Winter, wenn die Tore geschlossen sind, künftig keine Stickluft mehr die Arbeit des Personals. Deshalb werden die Versorgungsschnecken gedreht, heißt es.

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Laut Geschäftsführerin Rosmarie Hausmann sind weitere Investitionen in die Pumpstationen in Lötzschen, Würschnitz und Kleinnaundorf geplant. Die Ausschreibung dafür läuft noch bis 21. April. In diesem Jahr wurde die Frist für Abwasserrechnungen für alle zentral entsorgten Kunden verschoben. Sie wurde vom 31. März auf den 30. April verschoben. Als Grund werden Zeitverzögerungen durch Corona angeführt.

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