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Abwasserverband investiert in Pumpwerke

Durch die Erneuerung maroder Anlagen in Würschnitz und Lötzschen sollen Energie- und Wartungskosten gespart werden.

Symbolbild einer Kläranlage
Symbolbild einer Kläranlage © Brühl/Archiv

Thiendorf. Ob es eine Strategie gebe, wie die zu erwartenden Stromkostensteigerungen abgefangen werden können, fragte Jürgen Rakelmann von der Abwasser-BI in der Juni-Sitzung des Zweckverbandes „Gemeinschaftskläranlage Kalkreuth“. Mit einem regelrechten Sparprogramm konnte Geschäftsführerin Rosmarie Hausmann nicht aufwarten. Dafür aber mit dem Verweis auf die aktuellen Auftragsvergaben. Diese betrafen zwei Pumpwerke in Würschnitz und Lötzschen, die für rund eine Viertelmillion Euro saniert werden.

Der Abwasserzweckverband (AZV) ist zuständig für die Entsorgung in den Gemeinden Thiendorf, Schönfeld und Ebersbach sowie Teilbereichen von Moritzburg und Lampertswalde. Dort liegen 100 Kilometer Freispiegelkanäle in der Erde sowie 30 Kilometer Druckleitungen, in denen das Abwasser von 63 Pumpwerken zur Kalkreuther Kläranlage befördert wird. Der AZV muss die Pumpwerke, die durch aggressive Abwasser-Inhaltsstoffe, chemische Prozesse und austretende Gase angegriffen werden, fortlaufend sanieren. Im Zuge dessen sollen überall stromsparende Pumpen eingebaut werden.

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Immerhin hat der Abwasserzweckverband nach jahrzehntelanger Durststrecke seine Finanzen in Ordnung bringen können. Zu Jahresbeginn 2021 wurden sogar die Abwassergebühren gesenkt. Die seit 2016 erhobene Grundgebühr, gegen die viele Bürger Sturm gelaufen waren, fiel von monatlich neun auf fünf Euro. Größere Investitionen im laufenden Jahr sind überdies die Erneuerung des Pumpwerkes in Kleinnaundorf und die Sanierung der Einlaufhalle in der Kläranlage Kalkreuth.

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