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Agrarbetrieb will Vierseithof sanieren

Die Baudaer Genossenschaft möchte in die Hauptstraße 68 in Zabeltitz investieren. Sie hat dafür aber noch einen anderen Wunsch.

Der Vierseiten-Hof in der Hauptstrasse 68 in Zabeltitz macht momentan einen maroden Eindruck. Aber Hoffnung naht.
Der Vierseiten-Hof in der Hauptstrasse 68 in Zabeltitz macht momentan einen maroden Eindruck. Aber Hoffnung naht. © Foto: Norbert Millauer

Zabeltitz. Die Agrargenossenschaft Bauda eG hat an die Stadt den Antrag gestellt, den sanierungsbedürftigen Zabeltitzer Vierseithof in der Hauptstraße 68 zu sanieren. Wie es in dem der SZ vorliegenden Schreiben heißt, will der Landwirtschaftsbetrieb zwei Millionen Euro als Bauträger investieren. Das Vorhaben soll eine neue Wohnanlage werden.

Geplant ist die Erschließung durch die Genossenschaft selbst mit neuen Wasser- und Abwasserleitungen, Vermessung, Strom, Breitband, Straßen- und Wegebau, Beleuchtung, Bodengutachten und Gestaltung der Hofanlage. Es sollen Grundstücke für sechs Reihenhäuser mit einer Wohnfläche von je circa 800 Quadratmetern zur Verfügung gestellt werden. Sieben Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von etwa 635 Quadratmetern werden zusätzlich saniert bzw. neu gebaut. Zwei Altgebäude sollen für weitere Gewerbe- bzw. Wohnflächen angeboten werden.

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Laut dem Antrag der Agrargenossenschaft sollen regionale Unternehmen an der Wertschöpfung in Zabeltitz beteiligt werden. "Damit wird der ländliche Raum, besonders Zabeltitz, noch attraktiver", heißt es. 50 bis 60 künftige Bewohner könnten die Stadt mit Steuerabgaben stärken. Damit steige auch die Kaufkraft in der Region. Die Kommune profitiere auch von der Grundsteuer.

Die Baudaer haben allerdings einen Hintergedanken, den sie als Bitte an die Stadträte formulieren. Denn das Vorhaben ist in der Verwaltung bereits bekannt und wird demnächst im Technischen Ausschuss bzw. Stadtrat vorgestellt. Die Genossenschaft bittet um Unterstützung beim Bau des 90 Hektar großen Solarparks in Walda. Mit ihm wollen sich die Baudaer Landwirte ihre betriebliche Zukunft sichern, wie sie erklären.

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"Die Auswirkungen des Klimawandels in unserer Region sind für jeden sichtbar und für uns als Produzenten unter freiem Himmel tagtäglich spürbar", so die Genossenschaft an die Stadträte. "Die extremen Witterungsereignisse nehmen von Jahr zu Jahr zu. Gerade auf unseren leichten Böden mit einem sehr geringen Wasserhaushaltevermögen sind die fehlenden Niederschlagsmengen zutiefst problematisch." Deshalb setzen die Baudaer auf Solarenergie. Das Vorhaben sollte noch im alten Jahr vom Ortschaftsrat Bauda diskutiert werden, die Sitzung konnte aber mangels Teilnehmer nicht abgehalten werden.

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