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"Als wären sie gar nicht lang weg gewesen"

Kitas und Grundschulen starteten wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb. Die Freude war überall groß, und für Dienstag gibt es schon Überraschungen.

In der Kita Wildenhain wird schon für Fasching geprobt: Die Pumuckl-Gruppe mit Erzieherin Clara Mehlhose und Mathilda, Luisa und Milla.
In der Kita Wildenhain wird schon für Fasching geprobt: Die Pumuckl-Gruppe mit Erzieherin Clara Mehlhose und Mathilda, Luisa und Milla. © Kristin Richter

Großenhain. "Es war eine große Freude, alle wiederzusehen", sagt Antje Debler, Leiterin des Kinderhauses am Schacht. Super angelaufen wäre in der Einrichtung der Neustart im eingeschränkten Regelbetrieb. Auch deshalb , weil man ja wie schon im Dezember gut vorbereitet gewesen wäre. Eigenes Hygienekonzept, Gruppen- und Personaltrennung, enge Zusammenarbeit in Sachen Hort mit der vierten Grundschule - all das wurde beachtet.

"Die Freude auch der Kinder war groß, sie hatten ganz viel Sehnsucht, ihre Freunde wiederzusehen", sagt Debler. Deshalb hatte die Leiterin auch nicht den Eindruck, dass es Schwierigkeiten für die bisherigen Hauskinder mit der Umstellung gibt. "Es war, als wären sie gar nicht lange weg gewesen", so die Kita-Chefin. Nun werde kurzfristig der Faschingsdienstag organisiert. Denn auch unter den gegebenen Umständen sollen die Kita-Kinder dieses Fest genießen können: mit Pfannkuchen und Kostümen und Spielen in ihrer Gruppe. Andere Jahre fuhr die Einrichtung dafür in den Großenhainer Alberttreff.

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Auch bei den "Kleinen Strolchen" in Wildenhain und beim Kinderhaus Skäßchen, das ebenfalls zur Diakonie gehört, war am Montag alles im grünen Bereich. "Selbst die Eltern haben sich sehr gefreut, dass sie die Kinder wieder bringen konnten", sagt Leiterin Ines Edelmann in Wildenhain. In Skäßchen bedauert man zwar, dass die Einrichtung nicht wie jedes Jahr am Rosenmontag durch das Dorf zampern kann. Doch eine andere schöne Aktion muss unbedingt ausgewertet werden.

Briefe geschrieben an die Kinder zu Hause

Während viele Kinder im Lockdown nicht in die Einrichtung gebracht werden konnten, hielten die Gruppenleiterinnen in Skäßchen engen Kontakt mit ihnen. "Sie verschickten Briefe mit kleinen Aufmerksamkeiten und Aufgaben", erzählt Leiterin Silvia Laurisch. "Manche bekamen darin auch ein Briefcouvert mit Marke. Die Kinder sollten diese Post an einen lieben Menschen weiterschicken, zum Beispiel an Oma oder Opa." Viele Kinder haben das gemacht und auch ihren Erzieherinnen zurückgeschrieben. "Da gab es jetzt viel zu erzählen", so Silvia Laurisch.

Einen "Tag der Erprobung" stellte der Montag im Hort Zabeltitz dar. Wie Erzieherin Elisa Voelmke auf SZ-Nachfrage mitteilte, habe man sich auch hier wieder auf feste Gruppen und Hygieneanforderungen eingestellt. Gleiches galt in der Oberschule am Bobersberg.

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Bis auf wenige Ausnahmen kamen hier ebenfalls alle Kinder gern wieder mit Freude in die Schule. "Unterrichtet werden sie derzeit nur in den Kernfächern Mathe, Deutsch, Sachkunde und zusätzlich in Englisch", so Schulleiterin Monika Kroll. Zusätzlich wurde aber noch eine kreative Stunde und eine Stunde für Bewegung an frischer Luft eingeführt. "Wir wollten, dass die Kinder in der Unterrichtszeit auch draußen sind", sagt Kroll. Persönlich hatte sie am Morgen alle Schüler wieder in der Schule begrüßt. "Da gab es so viele strahlende Gesichter hinter den Masken", sagt sie. Auch mit versetztem Unterrichtsschluss wurde versucht, Menschenansammlungen zu vermeiden. Denn viele Eltern holten ihre Kinder an diesem ersten Schultag persönlich ab, um zu erfahren, wie es war. "Klasse", so die einhellige Antwort der Schüler.

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