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Archäologen unterstützen Gävernitzer Park

Der deutsche Dachverband bietet einen Fördervertrag als pandemiebedingte Investition für den Verein Archäologiepark Gävernitz über fast 30.000 Euro an.

Auch ein solcher Brunnen aus der Bronzezeit könnte in Gävernitz zur Veranschaulichung aufgebaut werden.
Auch ein solcher Brunnen aus der Bronzezeit könnte in Gävernitz zur Veranschaulichung aufgebaut werden. © privat

Gävernitz. Der deutsche Verband für Archäologie unterstützt den Verein Archäologiepark Gävernitz aus Großenhain mit 29.645 Euro. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm Neustart Kultur, Programmteil "Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft". Es soll verwendet werden für die Visualisierung der Gävernitzer Fürstengräber per Augmented Reality (AR). 6.730 Euro sind darüber hinaus für sechs große Informationstafeln im Gelände bewilligt.

Die Gävernitzer Fürstengräber stellen Sachsens erstes archäologisches Freilichtmuseum dar. Es war 1930 eröffnet worden, nachdem im Sommer 1929 die Fürstengräber systematisch von einem archäologischen Fachgremium freigelegt und erforscht wurden. Schnell erkannte man damals, dass es sich um wertvolle Grabhügel aus der Bronzezeit handelt. Ein Modell des Gävernitzer Fürstengrabes ist im Museum Alte Lateinschule Großenhain ausgestellt.

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Im Vorjahr gründete sich der Verein Archäologiepark Gävernitz unter Vorsitz von Geländeeigentümer Norbert Sauer. Der Verein will den Park öffentlich zugänglich machen und das älteste archäologische Freilichtmuseum wieder beleben. Die Geschichte der Fundstelle und der Bronzezeit soll mittels archäologischer Felder nacherlebbar und mit Augmented Reality anschaulich werden.

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Bei Wettbewerben des Dresdner Heidebogens konnte der Verein noch vor seiner offiziellen Eintragung punkten. Im Ideenwettbewerb "Urlaub vor der Haustür" erreichten die Großenhainer einen zehnten Platz und 1.000 Euro, im Wettbewerb "Landschaftspflege" einen siebenten Platz und weitere 1.000 Euro. 1.000 Euro stiftete außerdem die Archäologische Gesellschaft Sachsen.

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