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Bahnbrücke ist viel teurer geworden

Ein zweites Mal muss Großenhain für die neue Bahnbrücke in Treugeböhla mehr bezahlen. Zum Glück kann sich die Stadt das Geld wiederholen.

Die Bahnüberführung der Straße Zur Waage im Großenhainer Ortsteil Treugeböhla.
Die Bahnüberführung der Straße Zur Waage im Großenhainer Ortsteil Treugeböhla. © Kristin Richter

Treugeböhla. Schon im November 2020 war eine erste Kostensteigerung von 82.000 Euro anstandslos durch den Stadtrat gegangen. Nun lag eine zweite überplanmäßige Auszahlung für die 2018 erneuerte Eisenbahnbrücke bei Treugeböhla von 70.700 Euro zum Beschluss. Auch diesmal winkten die Stadträte die erhebliche Erhöhung einfach ab.

Denn erstens ist die Stadt durch eine Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn zur Übernahme der Teilkosten gezwungen. Zweitens liegt die Kostensteigerung bei rund elf Prozent und damit unter den 15 Prozent, für die eine Nachtragsverhandlung nötig wären. Drittens schließlich werden alle zusätzlichen Ausgaben als förderfähige Kosten vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) gedeckt. Der Antrag dazu ging im März bei der Stadt raus.

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Die Gesamtkosten der neuen Brücke waren von knapp 1,4 auf 1,55 Mio. Euro gestiegen, nachdem acht Abschlagsrechnungen gestellt wurden. Die Sächsische Bau GmbH Dresden ist hier im Auftrag der Bahn tätig geworden. Das ganze Jahr 2018 und länger mussten die Treugeböhlaer wegen der Vollsperrung einen Umweg zur B 101 über Zabeltitz in Kauf nehmen. Mit über einem halben Jahr Verspätung wurde die Durchfahrt unter der Eisenbahnbrücke im Juli 2019 wieder freigegeben. Wegen Entwässerungsproblemen war sie von den Einheimischen schon Schönwetterbrücke getauft worden.

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Noch immer ist das Projekt nicht finanziell abgeschlossen. Eine Schlussrechnung, heißt es in der Stadtratsvorlage, konnte noch nicht gestellt werden. Da noch Grunderwerb und landschaftliche Pflege ausstehen. Die Kosten trägt letztlich der Steuerzahler. Dafür kann er bald mit Tempo 200 mit der Bahn von Dresden nach Berlin und weiter an die Ostsee reisen.

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