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Das ist der neue Schulleiter vom Schacht

Ab 1. August leitet Marco Weinhold die Großenhainer Oberschule. Axel Hackenberg wird am Freitag in den verdienten Vorruhestand verabschiedet.

Der neue Schulleiter der Oberschule Am Schacht Marco Weinhold (l.) und sein Vorgänger Axel Hackenberg.
Der neue Schulleiter der Oberschule Am Schacht Marco Weinhold (l.) und sein Vorgänger Axel Hackenberg. © Kristin Richter

Großenhain. Die Eltern der künftigen Fünftklässler erfuhren es nach dem Oberbürgermeister und der Elternsprecherin als Erste: Marco Weinhold wird der neue Schulleiter der Oberschule am Schacht in Großenhain. Die Schulkonferenz hat den 32-Jährigen am Dienstagabend bestätigt. Auch das Kultusministerium wird dem Besetzungsvorschlag wohl zustimmen. Ab 1. August schon soll Weinhold an die Stelle von Axel Hackenberg treten. Der geht als langjähriger Schulleiter in den Vorruhestand. Auch seine Stellvertreterin Ilona Reichel hört auf. Sie wird aus dem Kollegium durch Thomas Bader ersetzt.

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Marco Weinhold stammt aus Altenberg, wohnt nun aber in Baßlitz. Er war zuletzt schon stellvertretender Schulleiter an der 32. Oberschule in Dresden und vorher Lehrer in Weinböhla. Der Neue unterrichtet Geschichte und Ethik. "Als ich mich Anfang Februar hier vorstellte, war ich erstaunt, dass sich sogar OB Mißbach als Vertreter des Schulträgers Zeit für mich genommen hat", ist Weinhold erstaunt. Eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten liegt auch ihm am Herzen. Was er über Bekannte Gutes über die Schachtschule gehört hatte, bestätigte sich bei seinem Besuch, sagt er.

Dass hier nun ein Generationswechsel bei den Lehrern stattfindet und die Schule sich aufs digitale Zeitalter einstellt, gefalle ihm besonders. "Großenhain ist eine Region im Aufschwung, hier ist die Modernisierung schon weit fortgeschritten", findet Marco Weinhold. 23 digitale Tafeln bekommt die Schachtschule für modernen Unterricht. Auch das Schulklima ist prima, findet der neue Schulleiter. Das sei gutes Potenzial, um viel zu bewegen.

Schüler aus 36 Orten lernen am Schacht. 50 Prozent der Schachtkinder sind demnach keine Stadtschüler. "In Weinböhla hatten wir das auch so", sagt Marco Weinhold. Von daher geht er von einem ähnlichen Stil bei der Schulleitung aus. Ihm ist dabei wichtig, alle Jugendlichen auf die vielfältigen Herausforderungen der heutigen Zeit vorzubereiten. "Mit den neuen Medien gibt es auch einen Didaktik-Wechsel", sagt er. Das eigenständige Lernen der Schüler müsse mit den neuen Medien wachsen. Corona habe das schon herausgefordert.

Pragmatiker mit CDU-Ticket

Das hat auch Axel Hackenberg in der letzten Phase seiner Lehr- und Leitungstätigkeit stark beschäftigt. Über 30 Jahre ist der 64-Jährige nun schon Schulleiter, seit 1992 an der Schachtschule. Hackenberg unterrichtete auch als Schulchef weiter Geografie und Geschichte, um "an den Kindern dranzubleiben und ihre Befindlichkeiten zu kennen", wie er sagt. Schon im Vorjahr war das Gerücht in Großenhain umgegangen, dass er aufhört. "Aber das ist jetzt erst der Fall", stellt der Großenhainer klar. Doch nun fällt es ihm wahrscheinlich leicht, da er seine Arbeit an einen glücklichen Nachfolger übergeben kann, der sich auf modernes Unterrichten in Großenhain freut.

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Hackenberg bleibt ja im Stadtrat weiter aktiv. Der Parteilose mit dem CDU-Ticket ist hier der Pragmatiker im Hintergrund. Grundsatzreferate überlässt er lieber anderen. Bewirkt hat er in bisher zwölf Jahren als Stadtrat allerdings eine ganze Menge. Die Idee des Bildungsstandortes Am Schacht hatte seine Schule angestoßen. Auch den geplanten Sportplatzbau am Schacht hat Axel Hackenberg so lange ins Spiel gebracht, bis schließlich alle Stadträte von der Idee überzeugt waren. Bald soll er gebaut werden.

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