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Demenz - Wir müssen reden!

Zum Welt-Alzheimertag lädt das Diakonie-Seniorenzentrum in die Filmgalerie zu Kino und Gespräch - fast das einzige Angebot zum Jubiläum.

Die Leiterin des Diakonie-Seniorenheims "Helene Schmieder" in Großenhain Katrin Wittig-Lau (l.) und ihre neue Assistentin Anja Oertel.
Die Leiterin des Diakonie-Seniorenheims "Helene Schmieder" in Großenhain Katrin Wittig-Lau (l.) und ihre neue Assistentin Anja Oertel. © Norbert Millauer

Großenhain. Das Seniorenzentrum der Diakonie "Helene Schmieder" besteht seit 20 Jahren. Vor Corona war ein Jubiläumsjahr geplant, das aber bisher wegen der Einschränkungen nicht stattfinden konnte. "Unsere traditionelle Rollstuhlwanderung mussten wir absagen, und das große Fest blieb am Ende auf die Bewohner beschränkt", sagt Heimleiterin Katrin Wittich-Lau. 

Um aber dennoch öffentlich in Erscheinung zu treten, ist nun eine Filmvorführung mit Gespräch zum Welt-Alzheimertag am 22. September geplant. Ein berührender Film soll den Anlass geben, sich auszutauschen. "Denn wir wissen, dass Angehörige von Erkrankten leiden und emotionale Hilfe und konkrete Informationen brauchen", so Wittich-Lau. Leider kann die Filmgalerie wegen des Hygienekonzeptes nur 56 Plätze besetzen. Eine Voranmeldung bis 17. September wird also dringend erbeten. 

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"Wir machen in unserem Seniorenzentrum jeden Tag die Erfahrung: Wenn wir miteinander sprechen, erleben Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, dass sie trotz der Erkrankung akzeptiert werden und dazugehören", sagt Anja Oertel, die neue Assistentin der Einrichtungsleitung. Die ausgebildete Kinderkrankenschwester  hat die Veranstaltung in der "Woche der Demenz" mit organisiert. Oertel kommt aus Nünchritz, ist 45 Jahre alt und seit Mai im Diakonie-Seniorenzentrum. Vorher war sie Heimleiterin bei der Meisop in Coswig und davor im Wohnheim Heidehäuser. 

Diese Kunstwerke im Foyer des Seniorenzentrums entstanden anlässlich des Jubiläums.
Diese Kunstwerke im Foyer des Seniorenzentrums entstanden anlässlich des Jubiläums. © Norbert Millauer

90 Bewohner hat das Diakonie-Seniorenzentrum am Bobersberg. Einige davon sind von Alzheimer betroffen. Auch im ambulanten Dienst als Vorstufe fürs Pflegeheim sind diese Erfahrungen keine Seltenheit. Umso mehr wollen die Diakonie-Verantwortlichen auf die Situation der Betroffenen aufmerksam machen und einen angemessenen Umgang mit der Krankheit diskutieren. 

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22. September, 17 bis ca. 20 Uhr, Filmgalerie Großenhain, Frauenmarkt 9, Eintritt frei. 

Anmeldung bis 17. September unter  Telefon 03522 5270 oder per Mail an [email protected]

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