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Die Hälfte ging an Großenhainer Firmen

Die Stadtverwaltung hat eine Übersicht über Bau- und Lieferaufträge vorgelegt. Für 3,7 Mio. Euro wurden 2020 Leistungen vergeben. Wer profitierte davon?

Der Wassertank für die Weberallee kam nicht von einer Großenhainer Firma. Viele andere Leistungen schon.
Der Wassertank für die Weberallee kam nicht von einer Großenhainer Firma. Viele andere Leistungen schon. © Stadtverwaltung Großenhain

Großenhain. Mit einer Informationsvorlage gab die Stadtverwaltung dem Stadtrat jetzt eine Übersicht über die Bau- und Lieferaufträge des Vorjahres. Darin enthalten sind auch Leistungen, die im Rahmen mehrjähriger Rahmenverträge erbracht wurden.

Erstaunlich: für rund 3,7 Mio. Euro wurden Aufträge erteilt, davon im Wesentlichen Bauleistung und zu einem geringeren Teil auch Lieferungen. 18 Vergaben wurden öffentlich ausgeschrieben, 21 beschränkt öffentlich und 23 Aufträge wurden per Angebotseinholung vergeben. Den meisten Umsatz hatten dabei laut Vorlage die öffentlichen Ausschreibungen.

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32 Aufträge und damit 52 Prozent gingen an Großenhainer Firmen, 29 Aufträge mit 47 Prozent an Firmen im Freistaat. Nur ein Auftrag, die neuen Parkscheinautomaten, konnte nur an eine Firma aus einem anderen Bundesland vergeben werden. Allerdings umfassen die sachsenweit vergebenen Leistungen den weitaus größten Kostenumfang mit 2,6 Mio. Euro. Nur eine Mio. Euro - knapp 30 Prozent der Gesamtsumme - ging an Firmen in der Stadt.

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