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Diese Straßen muss der Landkreis sanieren

Bestandssicherung ist das Zauberwort für die Unterhaltung der Kreisstraßen 2021. Kreisräte haben jetzt einen Maßnahmenkatalog beschlossen.

Straßenschäden an der Staatsstraße S 100 mit Abzweig nach Dobra. Hier will der Landkreis im kommenden Jahr bauen.
Straßenschäden an der Staatsstraße S 100 mit Abzweig nach Dobra. Hier will der Landkreis im kommenden Jahr bauen. © KDB

Landkreis. 26 Kreisstraßen will der Landkreis im kommenden Jahr auf Vordermann bringen. Das hat der Technische Ausschuss des Kreistages jetzt beschlossen. Hinzu kommt eine Liste von 12 Vorhaben in einem Sonderprogramm. Aufgrund der prekären Fördermittel-Bereitstellung durch den Freistaat für grundhaften Ausbau bzw. Erneuerung ist der Fokus auf die Bestandssicherung zu legen, heißt es aus dem Dezernat Technik.

So nutzt das Kreisstraßenbauamt Gelder aus dem sächsischen Finanzausgleichsgesetz für Instandsetzung. Es wird allerdings konstatiert: "Die Instandsetzungspauschale ist nicht auskömmlich, um dem Verschleiß der Straßen und Ingenieurbauwerke im Kreisstraßennetz ausreichend entgegenzuwirken." Gemäß einem Kreistagsbeschluss vom Sommer zum Sonderprogramm Kreisstraßenerhaltung wird deshalb der finanzielle Rahmen für 2021 und 2022 erhöht.

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Grundlage für die Aufstellung der Maßnahmen sind der Schaden-Erfassungsstand der Verkehrsanlagen und die Ergebnisse von zurückliegenden Brückenprüfungen. Im Altkreis Großenhain fallen zehn Projekte der insgesamt 38 Vorhaben an: die Ortsdurchfahrten Strießen und Laubach, die Kreisstraßen Weißig a. R.-Oelsnitz, Uebigau-Strauch, Liega-Linz sowie der Abzweig von der S 100 nach Dobra.

Im Sonderprogramm stehen die Ortsdurchfahrt Mühlbach bis Abzweig Bieberach, die S 99 bis nach Schönborn, die Verbindung Porschütz-Blattersleben und die Brücke in Nasseböhla, die instandgesetzt werden muss. Auf diesen Strecken gibt es Rissbildungen in der Deckschicht, Verformungen am Fahrbahnrand bzw. auf der gesamten Fahrbahn und Ausmagerungen. Die geplanten Arbeiten verhindern nicht nur ein Eindringen von Wasser in die Straßenkonstruktion und damit größere Schäden. Hier lassen sich mit relativ geringen Mitteln auch starke Einschränkungen beseitigen.

Vorbeugung vor größeren Schäden

Im Altkreis Riesa konzentriert sich der Landkreis auf sechs Vorhaben: Brücken in Nieska, Spansberg und Gröditz, über die Kreisstraßen laufen. Außerdem sollen der zweite Abschnitt der Verbindung Glaubitz-Streumen erneuert werden sowie die Ortsdurchfahrt Althirschstein. Auch die Verbindung Spansberg-Nieska steht im Plan.

Bei den Brücken handelt es sich um Schäden im Überbau und den Widerlagern, es gibt mangelhafte Absturzsicherung und ebensolchen Fahrbahnbelag. Die Instandsetzung soll durch Beton- und Fugensanierung erfolgen, Korrosionsschutz an den Geländern sowie die Instandsetzung der Geländer, von Gehweg und Borden. Damit wird die Verkehrssicherung der Anlagen wieder hergestellt, Tragwerkschäden werden vermieden, die Brücken behalten ihre dauerhafte Standsicherheit.

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Neben diesen konkreten Vorhaben sind auch kleinteilige Schadensfälle aufgeführt, die keiner konkreten Straße oder Brücke zugeordnet wurden. Deren Instandsetzung dient ebenfalls der Substanzerhaltung durch Versiegelung der Deckschicht bzw. Aufbringen neuer dünner Asphaltschichten.

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