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Ebersbach wegen Breitband im Defizit

Zwei Millionen Euro beträgt das Minus im aktuellen Haushaltsplan. Doch es kann ausgeglichen werden.

Kabelröhren für den Breitbandausbau werden hoffentlich auch bald schnelles Internet nach Ebersbach bringen.
Kabelröhren für den Breitbandausbau werden hoffentlich auch bald schnelles Internet nach Ebersbach bringen. © Egbert Kamprath

Ebersbach. Das schnelle Internet, das in der Gemeinde noch auf sich warten lässt, bringt dieses Jahr den Haushaltsplan etwas durcheinander. Der wurde jetzt mit einer Summe an Aufwendungen für neun Millionen Euro vom Gemeinderat beschlossen. Großer Posten ist die Vorbereitung der Breitbandverlegung mit Glasfaserkabel. Die Gemeinde muss ihren Eigenanteil einplanen, auch wenn sie erhebliche Fördermittel dafür von Bund und Land bekommt.

So spricht Kämmerin Heike Kotsch von einem Defizit von zwei Millionen Euro im Ergebnishaushalt. Allerdings kann die Planung letztlich doch ausgeglichen werden. Denn Ebersbach will Rücklagen auflösen und andere Beträge umwidmen. So sollen auch die 70.000 Euro kommunale Pauschale vom Freistaat, die jede Kommune erhält, zur allgemeinen Deckung für laufende Zwecke verwendet werden.

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Aktuell ist Ebersbach immer noch dabei, einen Investor für den geförderten Breitbandausbau zu finden. Man sei jetzt in der dritten Bieterphase, die bis 10. Mai dauert, so Bürgermeister Falk Hentschel (CDU). Mehrere Anbieter sind im Rennen, die Bedarfsplanung von 2015 musste aktualisiert werden. Noch in diesem Jahr rechnet Hentschel mit einer Vergabe, der Bewilligung der Förderung und einer zusätzlichen Stelle im Bauamt, für die jemand gesucht wird. Denn die aufwendige Abstimmung beim Bau und die geforderte intensive Dokumentation könne der alleinige Mitarbeiter nicht stemmen. "Der Ausbau eines digitalen Hochgeschwindigkeitsnetzes für die Zukunft unserer Gemeinde ist eines der wichtigsten Gemeindethemen!", schrieb Hentschel im aktuellen Amtsblatt.

Auch wenn Breitband ein großer Posten ist, wird er sich dieses Jahr als direkte Investition noch nicht zeigen. "Anders als in den Jahren zuvor haben wir im Haushalt einen bunten Blumenstrauß an Vorhaben mit gleich großen Köpfen im Plan und keine große Sonnenblume", so Falk Hentschel blumig. Dann zählte er im Gemeinderat vor dem Beschluss Schwerpunkte auf: Für die Feuerwehr Freitelsdorf wird ein gebrauchtes Fahrzeug aus Niederdorf bei Stollberg für 30.000 Euro angeschafft. Für 5.000 Euro erhält die Gemeinde den Einsatzleitwagen vom Landkreis, der ein neues Fahrzeug bekommt. Auch Feuerwehr-Gerätschaften sind wieder im Plan.

Für Kinder sollen in den nächsten drei Monaten die Spielplätze in Bieberach und Göhra mit Fördermitteln über den Dresdner Heidebogen modernisiert werden. Das kostet 53.000 Euro. In sechs bis acht Wochen werden laut Hentschel auch die Außenanlagen an der Kita Lauterbach fertig sein. Kostenpunkt: 30.000 Euro. Zudem wird die Bestuhlung im Speisesaal der Kalkreuther Grundschule erneuert.

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Für ihre beiden Schulen plant die Gemeinde eine Dreiviertelmillion Euro zur Unterhaltung ein, für die Kitas sogar Zuschüsse in Höhe von einer Million Euro. An der Oberschule greift 2021 der Digitalpakt Schule und die Instandhaltung des Daches wird avisiert. Ebersbach investiert zudem in die Bauleitplanung und 40 Meter Straßenbau im Wohngebiet Grüner Winkel Kalkreuth. Eine Erneuerung der Niederschlagsentwässerung in Kalkreuth, An der Röder, wird mit Fördermitteln geplant, ebenso in Rödern, Am Kellerberg. Je 20.000 Euro Kosten werden hier veranschlagt. In Rödern wird die Einmündung in den Mühlgraben spannend, denn hier geht es durch die Staatsstraße, die das Land ja bis 2024 erneuern will. Für 70.000 Euro ist neue Technik für den kommunalen Bauhof eingestellt. Außerdem 108.000 Euro für die Instandhaltung der Straßen.

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