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Mehr als nur abhängen

Für eine fünfstellige Summe wurde ein neues Fitnessgerät am Gerberdamm aufgebaut. Die Jugendlichen haben selbst dafür Spenden gesammelt.

Ja, wer hängt denn da an der Stange? Oberbürgermeister Sven Mißbach (l.) hält sich gut beim kleinen Wettstreit am neuen Streetworkout am KAB. Gemeinsam mit Jugendlichen.
Ja, wer hängt denn da an der Stange? Oberbürgermeister Sven Mißbach (l.) hält sich gut beim kleinen Wettstreit am neuen Streetworkout am KAB. Gemeinsam mit Jugendlichen. © Kristin Richter

Großenhain. "Schöne Kraft" lässt sich neuerdings an einem Fitnessgerät hinterm Aldi am Gerberdamm trainieren. "Calisthenics" heißt diese Trendsportart, die auf einer Infotafel erklärt wird: Liegestütze, Klimmzüge, Handstand, Muscle-ups, Hangwaagen und Core-Übungen sind hier möglich. Sie fördern Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination. Der neue Fitnesstrend entstand in den Ghettos amerikanischer Großstädte. Das Gerät ist für ein Alter ab 14 Jahren empfohlen.

Eine Gruppe Jugendlicher aus dem Beteiligungsprojekt "Jugend in Großenhain" hat es im Vorjahr übernommen, sich für diesen Street-Workout-Parcours zu engagieren. Ba-Long Nguyen war im Fitnessclub e. V. und kam durch einen Freund auf die Idee des neuen Gerätes. Eigengewichtsübungen unter freiem Himmel ohne Mitgliedschaft in einem Studio trainieren zu können, erwies sich mit Corona als ein vorausschauender Gedanke. 

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Für die Umsetzung waren die etwa 15 Jugendlichen von Anfang an eingebunden. Der Fitnessverein fungierte als Träger, zu Partnern für den Park wurden auch der Landkreis, die Sparkasse, die Stiftung Aktion Mensch sowie natürlich die Stadtverwaltung. Die Jugendlichen kümmerten sich mit um die Finanzierung der guten fünfstelligen Summe und warben private Geldgeber: die Firmen Jakob und Naumann sowie Tobias Prometall.   

Ba-Long Nguyen , Gilbert Büttner, Hans Müller und Arthur Kerner üben sich in Calisthenics.
Ba-Long Nguyen , Gilbert Büttner, Hans Müller und Arthur Kerner üben sich in Calisthenics. © Kristin Richter

"Es macht Spaß, fördert Kraft und Muskeln", sagt der 23-jährige Ba-Long und bedankt sich, dass letztlich ein guter Standort gefunden wurde. Zwischen Jugendspielplatz und KAB können viele ein Auge auf den neuen Parcours haben. Die Jugendlichen selbst wollen darauf achten, dass alles gut erhalten bleibt. "Ich habe als neuer Lehrling beim Bauhof hier die Fundamente mit ausgehoben und die Fallschutzmatten verlegt", sagt der 17-jährige Arthur Kerner stolz.   

Hubertus Marx vom KAB weiß, dass am Wochenende hier viele unterwegs sind. Abgesehen von einem kleineren Gerät am Exer, ist der neue Streetwork Out am Gartenschaupark eine Einmaligkeit in der Region - das gibt es erst wieder in Dresden, heißt es. Wichtig war den Jugendlichen, dass ein barrierefreies Gerät und ein Zugang für alle Nutzer gewährleistet sind. "Diese Variante stellt außerdem den besten Unfallschutz für alle Nutzer dar", sagt Jörg Withulz von der Stadtverwaltung. 

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