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Erinnerungen sind das schönste Paradies

Steffen Peschel hat sein siebentes Fotobuch und das Dritte der Reihe "Bilder einer Stadt" herausgebracht. Er entführt ins Großenhain der 50er Jahre.

Cover des neuen Fotobuches von Steffen Peschel.
Cover des neuen Fotobuches von Steffen Peschel. © Steffen Peschel

Großenhain. Es heißt, Erinnerungen sind das Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann. Umso mehr, wenn man Zeit hat zum Schwelgen. Die Advents- und Weihnachtszeit ist wie gemacht für Erinnerungen, Rückschau, den Blick aufs Vergangene.

Diesem Trend folgt Steffen Peschel. Hobbyfotograf, Nachlassverwalter und engagierter Großenhainer Heimatfreund. Kurz vorm Weihnachtsfest hat er sein siebentes Fotobuch herausgebracht, das Dritte in der Reihe "Großenhain - Im Wandel der Zeit". Diesmal zeigt Peschel in seinem 96 Seiten starken Fotoband fast 300 Aufnahmen aus den 50er Jahren. Eine Zeit also, die viele Großenhainer noch gar nicht miterlebt haben.

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"Aufgrund der großen Nachfrage hab ich das Buch vorgezogen und in zahlreichen Stunden eine Zeitreise zusammengestellt, die sicher vielen gefallen wird", hofft Steffen Peschel. Nach dem Tornadobuch, dem Bildband über das Hochwasser 2010 und zwei Bänden mit gemischten historischen Aufnahmen bzw. solchen aus der Zeit bis 1945, geht es also nun etwa 70 Jahre zurück. Zu sehen sind unter anderem das Markttreiben, der Volksfasching, der Feiertag des 1. Mai, das 100-jährige Großenhainer Feuerwehrjubiläum 1956, die 1000-Jahr-Feier 1954, ein Boxwettkampf im heutigen Gymnasium, Straßenansichten u. v. m.

Von Siegfried Hoffmann und Heinz-Werner Weigel

Seltene Aufnahmen aus dem Nachlass von Stadtchronist Siegfried Hoffmann, der übrigens im Juni 2021 100 Jahre alt geworden wäre, und aus dem Nachlass von Heinz-Werner Weigel von der Druckerei Weigel sind in dem Band enthalten. Wir schauen auf die erste städtische Kinderkrippe "Jenny Marx" in der Weßnitzer Straße, später abgerissen und heute das Dialysezentrum. Oder wer erinnert sich noch an den "Sächsischen Hof" an der Öhringer Straße/Ecke Am Friedhof, heute Blumenhaus Jentzsch? Das Gasthaus trug im Volksmund den Namen "Blutiger Knochen". Das ehemalige Kreiskrankenhaus und das Preuskerviertel sind damals entstanden.

Steffen Peschel hat seine Erinnerungen wieder straßenweise zusammengestellt. Das erleichtert die Orientierung. Erläuternde Informationen fehlen auch nicht. Manchmal haben sich kleine Ungenauigkeiten eingeschlichen. 55 Exemplare sind in der ersten Auflage gedruckt. Es könnte sein, dass es dabei nicht bleibt. Viele Großenhainer sammeln Peschels Fotobücher und lechzen nach heimatgeschichtlichen Erinnerungen. Zumal der traditionelle "Blick in die Bilderkiste" im Kulturschloss ja dieses Jahr wegen Corona abgesagt werden musste.

Es soll nicht zu viel verraten werden. Doch so mancher Großenhainer könnte sich vielleicht auf einem Foto im Buch wiedererkennen. Auch Stalin und Lenin fehlen nicht, die in jenen Jahren auch in Großenhain verehrt wurden, oder besser, werden mussten. Erstaunlich viele Aufnahmen sind farbig. "Das sind alte Dias", erklärt Steffen Peschel und freut sich, wenn sein Werk zum Fest von Hand zu Hand geht. Dass es wieder ein beliebtes Geschenk wird, kann sich der passionierte Großenhainer denken. Auch einen Großenhainer Bildkalender bietet er wieder mit Dagmar Ressel vom activ Verlag an. Ihn gibt es für 10 Euro in der Großenhain-Information im Rathaus, im Presseshop Riedel in der Naundorfer Straße, bei der Ergotherapie Sucher auf der Meißner Straße und im Bürofachgeschäft Beck.

Das Buch ist erhältlich im Producten Geschäft, Frauengasse 11 oder unter Tel. 0173 8273326.

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