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Es regnet Geld für Kultur, Sport und Soziales

Vereine der freien Wohlfahrtspflege, Sport- und Kulturgruppen werden von Großenhain unterstützt. Wegen Corona wird nicht gekürzt, im Gegenteil.

Damit die Kultur in Großenhain wie hier Theater im Alberttreff wieder in Gang kommt, gibt es Gelder aus dem städtischen Haushalt.
Damit die Kultur in Großenhain wie hier Theater im Alberttreff wieder in Gang kommt, gibt es Gelder aus dem städtischen Haushalt. © Brühl/Archiv

Großenhain. Die Sportvereine der Stadt haben es gut. Weil die Coronazeit ihnen finanziell zur Belastung wurde - zum Beispiel durch Mitgliederschwund - leistet die Stadt dieses Jahr zur direkten auch noch eine indirekte Sportförderung. Nicht kostendeckende Nutzungsentgelte wie Betriebskosten, Aufwendungen für Mieten und Instandhaltung der Sportstätten werden anteilig in Höhe von insgesamt 413.300 Euro übernommen. Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

Zudem werden 20.000 Euro an direkten Sportfördermitteln entsprechend einer Richtlinie ausgereicht. Dazu hat auch der Ausschuss für Jugend und Sport seinen Segen gegeben. 16 städtische Vereine werde auf Antrag mit teils höheren, teils aber auch geringeren Beträgen wie im Vorjahr bedacht. Priorität hat die Förderung der Übungsleiter für Kinder und Jugendliche mit über der Hälfte der Summe. Die andere Hälfte wurde aufgeteilt: an Stadtschützen, Hundesportler, Judokas, Handballer, Fußballer oder die Freischützengesellschaft.

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Sportvereine erhalten finanzielle Zuwendungen vor allem für die Nachwuchsarbeit.
Sportvereine erhalten finanzielle Zuwendungen vor allem für die Nachwuchsarbeit. © Brühl/Archiv

7.000 Euro gibt es geplant an Kulturfördermitteln in diesem Jahr. Hier gingen sieben Anträge ein, die insgesamt nur 6.200 Euro ausmachten. 800 Euro werden also nicht verbraucht. Im einzelnen wollen Kulturvereine Folgendes umsetzen: Die Preuskerbücherei will einen Sonnenschutz für den Hof für Open-Air-Veranstaltungen anschaffen. Die Fördergemeinschaft Großenhain aktiv will den 25. Bauernmarkt am 3. Oktober veranstalten und braucht Geld für Honorare und Druckkosten für die Einkaufsnacht mit Feuerzauber.

Die Flugplatzausstellung von Marcel Reichel wird 20 Jahre und will sich erweitern bzw. Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Die Heimatfreunde der Großenhainer Pflege geben den nächsten Stadt- und Landkalender mit dieser Unterstützung heraus, der Förderverein Heimatpflege Röderaue Zabeltitz leistet Vorträge und verschiedene Veranstaltungen. Das Netzwerk Kinderchöre der Großenhainer Kirche erhält mit 3.500 Euro den größten Posten, weil zehn Chöre aus dem Stadtgebiet kommen und ein Eigenanteil zum EU-Förderantrag gedeckt werden muss. Die Auszahlung dieser Kulturförderung erfolgt aber erst nach Abrechnung der Projekte bis spätestens 30. November.

Auch die Flugplatzausstellung erhält Unterstützung für ihr 20-jähriges Bestehen.
Auch die Flugplatzausstellung erhält Unterstützung für ihr 20-jähriges Bestehen. © Norbert Millauer

Neben dieser Unterstützung zahlt Großenhain auch noch so genannte Sitzgemeindeanteile für kulturelle Projekte des Kulturraums. Die erhalten das Gemeinschaftsorchester, der Zabeltitzer Spielmannszug, die Geißlitztaler Musikanten und die Musik in der Marienkirche Großenhain. Das macht insgesamt rund 2.000 Euro aus.

Das meiste Geld fließt aus dem Stadthaushalt allerdings an Verbände der freien Wohlfahrtspflege und an die Jesus Gemeinde. Insgesamt 36.800 Euro. Die Zuschüsse werden analog zu 2020 ausgezahlt. Jedoch hat der ASB seine 5.200 Euro nicht mehr beantragt, da er die Sozialberatung im Alleegäßchen am 1. Juli einstellt.

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Zwölf sozialen Vereinen und Verbänden wird hier finanziell geholfen. Das reicht von der Diakonie, die u. a. 5.000 Euro zweckgebunden für die Großenhainer Tafel bekommt, bis zum DRK, Caritas und Lebenshilfe, Sozialverband VdK, Blinden- und Sehbehindertenverband über die Volkssolidarität, die Elterninitiative Kinderglück und das Soziale Hilfswerk Mitteldeutschland bis zur Frauenselbsthilfe nach Krebs.

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