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Es wird ernst mit dem Kindercampus

Thiendorf will den Millionenbau an der Ponickauer Grundschule 2021 beginnen – im Folgejahr soll er in Betrieb gehen.

Hier wird nächstes Jahr das neue Hortgebäude hochgezogen: Blick auf den Parkplatz vor der Ponickauer Grundschule.
Hier wird nächstes Jahr das neue Hortgebäude hochgezogen: Blick auf den Parkplatz vor der Ponickauer Grundschule. © Manfred Müller

Thiendorf. Noch parkt hier das Lehrpersonal, aber in zwei Jahren soll auf der Freifläche vor der Ponickauer Grundschule ein neues Hortgebäude in Betrieb genommen werden. Das heißt, der Bau wird nächstes Jahr beginnen. Voraussetzung dafür ist ein bestätigter Haushaltplan, deshalb hatte Thiendorfs Gemeinderat die Finanzplanung diesmal sehr früh auf die Tagesordnung gesetzt. Eine erste Etat-Lesung im November des Vorjahres gab es lange nicht. Auch deshalb, weil zu diesem Zeitpunkt viele Eckdaten, wie Zuweisungen vom Freistaat und Kreisumlage, noch nicht feststehen und deshalb geschätzt werden müssen. Laut Planentwurf stellt Thiendorf nächstes Jahr eine Million Euro für den insgesamt 1,8 Millionen teuren Kindercampus bereit.

Bisher sind die Ponickauer Grundschüler noch auf drei verschiedene Horteinrichtungen in drei Ortsteilen verteilt. Viele Kinder fahren nach dem Unterricht mit dem Bus nach Thiendorf und Sacka und bekommen erst sehr spät ihr Mittagessen. Im Ponickauer Neubau wird eine Essenversorgung für alle Schüler angeboten, was sich die Eltern schon seit langem wünschen. Durch die Zentralisierung wird es für die Schule auch leichter, mit Ganztagsangeboten zu arbeiten.

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Im Februar hatte Thiendorfs Gemeinderat die Kinderbetreuung im neuen Hortgebäude der Gemeinde an die Diakonie Riesa-Großenhain vergeben. Die Organisation ist bereits für den aktuellen Hortbetrieb in den Räumen der Grundschule verantwortlich und soll nach der Fertigstellung des Gebäudes auch die anderen Hortkinder betreuen. Die Ideen des neuen Betreibers sind bereits in die Planung des Gebäudes eingeflossen. Zur Diakonie gehören in der Elbe-Röder-Region bereits mehrere Kindereinrichtungen, darunter auch das Ponickauer Montessori-Kinderhaus.

In das Kindercampus-Gebäude sollen sechs Gruppenräume und ein größerer Mehrzweckraum eingebaut werden. Gegessen wird im Kinderrestaurant, das die Mahlzeiten aus der diakonieeigenen Küche in Großenhain bezieht. An der Essenversorgung sollen auch die Schüler teilnehmen können, die den Hort nicht besuchen. Die enge Kooperation mit der Grundschule soll fortgeführt werden; auch dadurch, dass die Hortkinder außerhalb der Unterrichtszeiten Turnhalle, Werkraum und Computerraum nutzen dürfen, ebenso die Außen-Sportanlagen und den Schulhof. Auch der Spielplatz des benachbarten Montessori-Kinderhauses soll den Hortkindern offenstehen.

Wenn in Ponickau noch gebaut wird, soll das neue Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr im Thiendorfer Ortsteil Naundorf bereits fertig sein. Der Bau ist mit 215.000 Euro die zweitgrößte Investition des kommenden Jahres. Er wird auf dem Grundstück des alten Gasthofes erfolgen, dessen Abriss mittlerweile Geschichte ist. Hier wird ein komplett neues Gebäude mit Fahrzeughalle, Versammlungsraum, Umkleideräumen, Sanitäranlagen und eine Küche errichtet. Der Gemeinschaftsraum kann auch für dörfliche Veranstaltungen genutzt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 500.000 Euro.

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Bemerkenswert am Thiendorfer Haushaltentwurf: Die Gewerbesteuereinnahmen bleiben mit zweieinhalb Millionen Euro konstant hoch. Dadurch kann die Gemeinde ihre Investitionen stemmen, ohne neue Schulden zu machen. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 121 Euro je Einwohner erreicht Thiendorf einen selbst im sparsamen Sachsen auffällig niedrigen Wert. Die gute Nachricht für die Bürger: Die Grundsteuern bleiben trotz der hohen Investitionen konstant. Thiendorf liegt auch hier unter dem Sachsendurchschnitt.

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