merken
PLUS Großenhain

"Es wird nicht lauter als erlaubt"

Die Anwohner der Straße des Friedens sind nicht erfreut über den geplanten Neubau der Rettungswache mit Lagerhalle. Die Stadt beachtet Bedenken.

So soll sie aussehen, die neue Rettungswache mit Lagerhalle an der Hohen Straße.
So soll sie aussehen, die neue Rettungswache mit Lagerhalle an der Hohen Straße. © Noack Planung und Projektentwick

Großenhain. Bevor der Landkreis an der Hohen Straße seine neue Rettungswache baut, wurde die Öffentlichkeit beteiligt. Dabei bewerteten auch alle nötigen Behörden die Entwurfsunterlagen. Geäußert haben sich Anwohner der Straße des Friedens, die unmittelbar an den Neubau angrenzen werden. Das Wohngebiet hat 48 Einheiten, 22 davon sind unmittelbar betroffen. Sie wenden sich gegen den Neubau - aus Lärmschutzgründen und weil ihre Sicht nach Osten mit den neuen Gebäuden versperrt wird. Vorgeschlagen wird, die Straßenmeisterei als Rettungswache zu nutzen.

Nach Inbetriebnahme wird mit tagsüber voraussichtlich zehn An- und Abfahrten gerechnet, nachts mit je drei bis vier Ab- und Zufahrten. Auch von wöchentlich drei Lkw-Fahrten ist die Rede. Im Sommer gab es deshalb ein Gespräch des Flurstücksbesitzers mit Stadt und Landkreis. Dabei wurde deutlich gemacht, dass der Neubau die Ruhe und Wohnqualität nicht mehr als erlaubt beeinträchtigen wird. Im schalltechnischen Gutachten steht, dass die Geräusche selbst kurzzeitiger Spitzen zu keiner Überschreitung der zulässigen Richtwerte führen. 

TOP Reisen
TOP Reisen
TOP Reisen

Auf ins Weite, ab in die Erholung! Unsere Top Reisen der Woche auf sächsische.de!

Allerdings kommt man den Anwohnern soweit entgegen, dass auf dem Betriebsgelände und beim Ein- und Ausfahren auf akustische Sondersignale wie das Martinshorn verzichtet werden soll. "Nur in stark frequentierten Verkehrsbereichen" werden sie verwendet. Auch die Einsatzzeit von Gabelstaplern an der Lagerhalle wird begrenzt. Eine Zufahrt erfolgt ausschließlich von der Hohen Straße. Von dort erfolgt die Durchfahrt zur Lagerhalle, die an den Alten Waidweg grenzt.

Weiterführende Artikel

Landkreis will neue Rettungswache in Großenhain

Landkreis will neue Rettungswache in Großenhain

Das Provisorium der Malteser im Gewerbegebiet Zschieschen soll enden. Denn der Kreis will weiter nördlich neu bauen.

In dem jetzt vom Stadtrat beschlossenen Bebauungsplan weist die Grünordnung den Erhalt von drei größeren Gehölzen - einer Traubeneiche, einer Traubenkirsche und einer Robinie - aus. Acht Bäume werden neu gepflanzt. Stellplätze und Wege sollen wasserdurchlässig hergestellt werden, das Niederschlagswasser versickern. Die Westfassaden von Wache und Halle werden begrünt, mindestens 70 Prozent der Dachflächen ebenso.

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier. 

Mehr zum Thema Großenhain