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Großenhain
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Falsche Polizisten belangen Autofahrerin wegen Masken

Die beiden Männer sprachen Deutsch mit Akzent und kassierten in Freitelsdorf ein Verwarngeld. Bei Linz gab es einen Unfall mit einem Regionalzug.

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Nicht überall, wo Polizei draufsteht, sind auch Polizisten im Einsatz. In Freitelsdorf gaben sich Betrüger als solche aus.
Nicht überall, wo Polizei draufsteht, sind auch Polizisten im Einsatz. In Freitelsdorf gaben sich Betrüger als solche aus. © André Schulze (Symbolfoto)

Freitelsdorf/Schönborn. Wie die Polizei berichtet, haben in der Nacht zum 1. Mai Unbekannte eine Frau (18) um 30 Euro betrogen. Die Täter hatten sich als Polizisten ausgegeben. Die 18-Jährige war auf der S 91 zwischen Folbern und Radeburg unterwegs, als sie aus einem zivilen VW Golf heraus mittels Leuchtschrift „Stopp Polizei“ angehalten wurde. Der VW war ihr von Großenhain aus gefolgt. Zwei Männer stiegen aus dem Wagen, gaben sich als Polizisten aus und gaben an, eine Verkehrskontrolle durchzuführen. Da sich keine FFP2-Masken im Erste-Hilfe-Material befanden, verlangten die beiden 30 Euro, die die Frau auch übergab. Damit fuhren die Täter davon. Später bekam die 18-Jährige Zweifel und meldete sich bei der Polizei.

Einer der Männer war etwa 1,70 Meter groß und schlank. Er hatte kurze dunkelblonde bis braune Haare und sprach laut Polizeiangaben Deutsch mit Akzent. Der zweite Mann war etwa 1,85 Meter groß und hatte dunkle nach oben gegelte Haare. Er trug einen Dreitagebart, hatte auffällig vorstehende Wangenknochen und ein Tattoo auf dem Unterarm. Beide waren mit dunkelblauen Cargohosen, blauen T-Shirts und Weste bekleidet. Auf den Shirts waren im Schulterbereich dunkelblaue Sterne angebracht. Hinten auf den Westen stand der Schriftzug Polizei.

Die Polizei ermittelt wegen Amtsanmaßung in Verbindung mit Betrug und sucht Zeugen, die Angaben zu dem Sachverhalt oder den Männern machen können bzw. ähnliche Erlebnisse hatten. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 0351 483 22 33.

Am Dienstagmorgen um 6.45 Uhr fuhr eine Fahrerin (51) mit ihrem Opel Astra auf die Schienen des Bahnübergangs zwischen Schönborn und Linz. Geblendet durch die Sonne hatte sie offenbar das rote Signal der Warnleuchten nicht gesehen. Weil sich die Schranken schlossen, verließ die Frau beim Herannahen des Regionalzuges das Fahrzeug, das daraufhin vom Zug erfasst wurde und Totalschaden erlitt. Die Frau blieb unversehrt. Die Bahnstrecke Ruhland-Dresden war bis 8.41 Uhr gesperrt. Die Feuerwehren Lampertswalde und Schönborn waren im Einsatz, außerdem die Bundespolizei. (SZ/krü)