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Großenhain bekommt ein neues Tourismuskonzept

Das Projekt wird vom Dresdner Heidebogen gefördert. Auch 43 weitere private und kommunale Vorhaben in zahlreichen Orten erhalten grünes Licht.

In Großenhain ist was los - wie hier beim Rummel zum Langen Einkaufssamstag am Topfmarkt. Nun wird ein neues Tourismuskonzept erstellt.
In Großenhain ist was los - wie hier beim Rummel zum Langen Einkaufssamstag am Topfmarkt. Nun wird ein neues Tourismuskonzept erstellt. © Norbert Millauer

Großenhain/Umland. Die Röderstadt konnte in den vergangenen Jahren eine positive touristische Entwicklung verzeichnen. So sieht man es im Rathaus. "Um diese auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, weiter auszubauen sowie unser Potential voll auszuschöpfen, wollen wir die Aktivitäten im Tourismusmanagement und -marketing künftig noch besser und langfristig planen", sagt Stadtsprecherin Diana Schulze. Wo kann Großenhain sowohl in der Naherholung als auch bei den Übernachtungen noch stärker profitieren? Wie können die touristischen Partner noch stärker eingebunden werden? Welche Anforderungen ergeben sich aus aktuellen Trends? Die Grundlage für diese Tourismusentwicklung soll ein ganzheitliches, umfassendes und fundiertes neues Tourismuskonzept schaffen.

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Das ist eine Konsequenz aus dem Leitbildprozess >Großenhain 2030<. Hier wurde u. a. beschlossen, die touristische Infrastruktur zu optimieren und die Besonderheiten wie die Karl-Preusker-Bücherei, die Marienkirche etc. noch besser herauszuarbeiten. Die Konzepterstellung, die für 2021/22 geplant ist, wird durch den Dresdner Heidebogen gefördert. Sie bildet dann die Grundlage für mögliche weitere touristische Projekte. Diana Schulze: "Immer öfter wird bei der Beantragung von Fördermitteln das Vorliegen eines Konzeptes gefordert, in welchem sich die beantragten Projekte oder Investitionen wiederfinden."

49 Anträge auf Förderung, wie der aus Großenhain, lagen dem Dresdner Heidebogen jetzt zur Entscheidung vor, darunter 25 aus dem Landkreis Meißen und 24 im Landkreis Bautzen. 44 regionale Vorhaben erhielten ein positives Votum, so das Regionalmanagement. Darunter sind private und kommunale Projekte. In der Gemeinde Ebersbach soll das Dach des Jugendclubs in Göhra saniert und neu gedämmt werden. In Ponickau will die Gemeinde Thiendorf die Freianlage des neuen Hortgebäudes gestalten. in Schönfeld sollen Dach und Fassade der Mehrzweckhalle am Schloss verbessert werden. Priestewitz hat Geld für die neue LED-Straßenbeleuchtung im Ortsteil Zottewitz zugesprochen bekommen.

Im Bereich von Tourismus, Naherholung und Freizeit soll mit Geldern vom Heidebogen - sprich für die ländliche Entwicklung - auch das Außengelände der Oberschule Ebersbach umgestaltet werden. Für Bildung hat die Kirchgemeinde Ebersbach das Netzwerk Kinderchöre 5.0 mit einem Zuschuss bedacht, die Kirchgemeinde Rödern will Turmdach und Fassade ihrer Kirche sanieren. Der Großenhainer Verein Archäologiepark Gävernitz etabliert eine Projektstelle für Naherholungs- und Bildungsangebote über die regionale Bronzezeit in Verbindung mit den Fürstengräbern von Gävernitz.

Zuschüsse bei den privaten Antragstellern erhielt eine Familie in Lenz für die Wiedernutzung eines denkmalgeschützten Wohngebäudes des Mühlenensembles. In Kmehlen wird ein leerstehendes Wirtschaftsgebäude zum Wohnen umgebaut. Auch in Göhra soll ein Seitengebäude eines Dreiseithofes als Wohnhaus reaktiviert werden und damit die Bleibesituation auf dem Dorf verbessern. Eine weitere Familie plant einen Ersatzneubau in Rödern.

Bis 1. November können neue Projektanträge beim Heidebogen eingereicht werden. Voraussichtlich am 7. Dezember erfolgt deren Bewertung und Auswahl. Die bestätigten Projekte sind noch zur Bewilligung beim Kreisentwicklungsamt einzureichen. Rund vier Mio. Euro können vergeben werden.

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