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Großenhain
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Die Osteria Veccie Mura in Großenhain feiert ihren 20. Geburtstag

2004 wurde das italienische Restaurant eröffnet. Erst war hier Gian Pierro Bertocci Pizzabäcker, 2006 kam Nasher Dervishi. Heute begrüßt Ricci Mehdici die Gäste.

Von Kathrin Krüger
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Ricci Mehdici (r.) und Sohn Nuri beim Vorbereiten des Barabends in der Osteria Veccie Mura in Großenhain. Das Lokal gehört zu den drei am besten bewerteten Gaststätten der Stadt.
Ricci Mehdici (r.) und Sohn Nuri beim Vorbereiten des Barabends in der Osteria Veccie Mura in Großenhain. Das Lokal gehört zu den drei am besten bewerteten Gaststätten der Stadt. © Daniel Schäfer

Großenhain. Neben dem japanischen Shima-Restaurant auf der Meißner Straße und dem Bergkeller an der Riesaer Straße bekommt die Osteria Veccie Mura an der Franz-Schubert-Allee auf Google die beste Gastro-Kundenbewertung in Großenhain. Kein Wunder: Bei Ricci Mehdici und seinem Team kocht man "mit Passione", mit Leidenschaft. Das "Grazie Mille" (vielen Dank) ist ganz oft zu hören - und zwar von den Gastronomen selbst. Das Ecklokal in der Innenstadt mit der alten Stadtmauer im Namen und im Grundstück empfinden viele Gäste als gemütlich, mit sehr guten Angeboten und einfach ein Ort zum Wohlfühlen. Und das im Sommerhalbjahr auch gern draußen unter schattigen Bäumen.

Die Osteria Veccie Mura an der Franz-Schubert-Allee/Ecke Berliner Straße.
Die Osteria Veccie Mura an der Franz-Schubert-Allee/Ecke Berliner Straße. © privat

Seit 20 Jahren bereichert die italienische Osteria nun das gastronomische Angebot von Großenhain. Im Jahr 2000 hatte Getränkelogistiker Jens Dietrich aus Stauda das leer stehende Grundstück von der Stadt übernommen. Wohl in der Hoffnung, zur Landesgartenschau hier gute Gastronomie anbieten zu können. Ganz so schnell ging es leider nicht. 2002 konnte erst der Antrag zur Nutzungsänderung im Erdgeschoss sowie zur Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses gestellt werden. Früher war hier ein Laden eingerichtet. Dann kam im selben Jahr auch die bisher städtische Freifläche vor dem Grundstück dazu. Die Baugenehmigung zum Um- und Ausbau wurde 2003 erteilt. Im Juni 2004 konnte die Gaststätte „Osteria Vecchie Mura“ eröffnen.

Erster Betreiber war ein alter Bekannter aus Stroga. Der Italiener Gian Pierro Bertocci und seine Frau Francesca hatten in der dortigen Pizzeria Rimini viele Gäste mit guter Küche angelockt. Er musste nach zwei Jahren aber aus persönlichen Gründen aufgeben. 2006 kam Nasher Dervishi aus Berlin an die Röder. Nach kurzer Schließzeit konnte der gebürtige Jugoslawe, der seit 1976 in Deutschland lebt, das beliebte Lokal neu eröffnen. Nasher hatte sogar am Ku'damm Pizzen gebacken. An der Röder führte er die gewohnte italienische Speisekarte mit mediterraner Küche weiter: Pizzen, Nudelgerichte, aber auch Fisch und Fleisch. Und guten Wein. Mit seinen Mitarbeitern bewohnte er die Wohnung überm Weinlokal - das heißt Osteria nämlich auf Deutsch.

Nasher Dervishi hatte das Lokal 2006 übernommen.
Nasher Dervishi hatte das Lokal 2006 übernommen. © SZ/Brühl/Archiv
Gian Pierro Bertocci (r.) mit einem Helfer bei der Einrichtung der Osteria.
Gian Pierro Bertocci (r.) mit einem Helfer bei der Einrichtung der Osteria. © SZ/Archiv
Francesca Bertocci 2003 in der Pizzaria.
Francesca Bertocci 2003 in der Pizzaria. © SZ/Achiv

Seitdem hat sich immer wieder einiges verändert. Die Leitung der Osteria ging nicht nur vor einem Jahr an Mitarbeiter Ricci Mehdici, den Bruder von Nasher, über. Es wurde auch viel gebaut. 2011 liefen Umbauarbeiten in den Gasträumen, um mehr Sitzplätze zu schaffen. Dann kam ab 2016 die Renovierung mit Umbau des Obergeschosses und Umgestaltung eines ehemals benachbarten Geschäftes in einen Gesellschaftsraum hinzu. Seit der Coronazeit hat die Gaststätte nun auch eine Dachterrasse, die für Silvesterfeiern und seit diesem Jahr auch für den neuen Barabend "Dolce Vita" genutzt wird. "Belebende Gastronomie" hatte das Hausbesitzer Jens Dietrich zutreffend genannt. Und tatsächlich wird die erweiterte Location mit heute insgesamt 300 Sitzplätzen seit Mai gern für diesen Tanzabend oder für Feiern genutzt. "Mit herrlich südlichem Flair", sagen viele Stammgäste.

  • Barabend jeden ersten Freitag im Monat von 19 bis 24 Uhr, Eintritt frei, Reservierung erbeten. Der 20. Geburtstag wird voraussichtlich im September gefeiert.