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Großenhainer Firma bittet um Spenden für Busbrücke

Die Innotec Systemelemente holt über ihre "Bus-Brücke Deutschland-Ukraine" auf eigene Kosten Flüchtlinge. Prominente wie Uta Bresan unterstützen.

Von Kathrin Krüger
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Martin Düring (r.) und Jörg Barthel sind die Geschäftsführer der Firma Innotec an der Radeburger Straße. Hier werden am Donnerstagnachmittag Hilfsgüter entgegengenommen.
Martin Düring (r.) und Jörg Barthel sind die Geschäftsführer der Firma Innotec an der Radeburger Straße. Hier werden am Donnerstagnachmittag Hilfsgüter entgegengenommen. © Kristin Richter

Großenhain. Er hat übers Wochenende eine Busbrücke in die Ukraine ins Leben gerufen und schon über 30.000 Euro Spenden gesammelt: Martin Düring, einer der Geschäftsführer der Großenhainer Firma innotec Systemelemente GmbH. Zwei Busse brachten zu Wochenbeginn 92 Ukrainer nach Sachsen. Aus organisatorischen Gründen kamen sie nicht ins Gästehaus nach Zabeltitz, sondern nach Bautzen, wo Martin Düring in der Nähe wohnt. Er selbst begleitete den ersten Hilfstransport. Und am Freitag werden weitere Bustouren starten.

Dafür werden am heutigen Donnerstag von 12 bis 16 Uhr Hilfsgüter am Firmensitz in der Radeburger Straße 102, im ehemaligen Lautexgelände, gesammelt. "Wir brauchen u.a. Babynahrung, haltbare Grundnahrungsmittel, Wasser, Tetrapacks und Verbandsmaterial", sagt Martin Düring. Diese Hilfsgüter sollen mit den Bussen an die Ostgrenze von Polen gebracht werden. Dort übergibt man sie der Caritas zur Verteilung an ukrainische Flüchtlinge.

Düring hat Reiseunternehmer Andreas Thomas als guten Bekannten. So kam die Idee der Busbrücke zustande. Über einen weiteren Bekannten konnte er eine Dolmetscherin für den ersten Flüchtlingstransport gewinnen, die sich als unerlässlich erwies. In der Viererbesatzung der beiden Busse, so Düring, steckten auch drei Firmenmitarbeiter. Der zweite Geschäftsführer Jörg Barthel leitete in der Zeit allein den Großenhainer Betrieb. 7.000 Euro steckte die Innotec in den ersten Flüchtlingstransport. Sie hatte auch gute Sponsoren.

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"Wir haben im Internet zu Hilfe aufgerufen, und es kamen sogar vierstellige Beträge", freut sich Martin Düring. Die bekannte Dresdner Sängerin und Moderatorin Uta Bresan wurde auf die Hilfsaktion aufmerksam und fuhr mit einem vollbepackten Auto bis Schirgiswalde. "Es gibt Kontakte bis ins Bundesministerium", unterstreicht der 39-jährige Großenhainer Unternehmer. Deshalb sind schon die nächsten drei Fahrten in Vorbereitung.

Die innotec Systemelemente GmbH ist ein mittelständiges Unternehmen, das 2006 gegründet wurde und für Qualität und Zuverlässigkeit im Bereich der Metallverarbeitung steht. Die 65 Beschäftigten bedienen moderne Metallbearbeitungsmaschinen und sind in der Lage, sowohl Serienprodukte in größeren Stückzahlen als auch Einzelanfertigungen herzustellen. Dabei wird ständig an der Erweiterung der Produktpalette gearbeitet.

  • Spenden erbeten an:
    Kolpingsfamilie Schirgiswalde
    IBAN: DE05 850900005690471002
    Verwendungszweck: Hilfe Ukraine Bus-Bruecke.
    Spendenbescheinigung werden auf Anfrage ausgestellt.