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Höhere Elternbeiträge in Thiendorf

Ab kommendem Jahr muss für die Kinderbetreuung in der Autobahn-Gemeinde mehr bezahlt werden. Die Summen sind vergleichsweise moderat.

Von Kathrin Krüger
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In der Gemeinde Thiendorf wurden die Beiträge in Hort, Kita und Krippe erhöht.
In der Gemeinde Thiendorf wurden die Beiträge in Hort, Kita und Krippe erhöht. ©  Klaus-Dieter Brühl

Thiendorf. Auf die Regelsätze von 185 Euro monatlich für die Krippe, 100 Euro für den Kindergarten und 60 Euro für einen Hortplatz steigen in der Gemeinde ab kommendem Jahr die Elternbeiträge. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Außerdem wurde die Betreuungs- und Elternbeitragssatzung an sich überarbeitet.

Laut Hauptamtsleiterin Haarig fällt die Erhöhung moderat aus und ist noch sehr gering im Vergleich innerhalb des Landkreises. So lägen die Durchschnittsentgelte der Eltern im Kreis Meißen für die Krippe bei 253,85 Euro, beim Kindergarten bei 142,35 Euro und beim Hort für sechs Stunden Betreuung bei 80,75 Euro. Thiendorf musste die Anpassung demnach auch nur vornehmen, weil man im Krippenbereich unter den nötigen Anteil der Eltern von 15 Prozent gefallen war. Personal- und Sachkosten sind allerdings gestiegen. So wurde in der Gemeinde im Krippenbereich der Elternbeitrag um zwölf Prozent, für den Kindergarten um fünf Prozent und beim Hort um neun Prozent erhöht.

Neugefasst wird in der Satzung ab 2022 die Hortgebühr in der Ferienzeit. Bisher gab es laut Bürgermeister Mocker einen Stundenbetrag. Jetzt gibt es ein Kontingent, und die Eltern müssen sich einmalig entscheiden, ob sie eine Ferienbetreuung überhaupt benötigen.

Diskutiert wurde unter den Räten teils kontrovers über die Neufassung von Zahlungen bei Überziehung der Betreuungszeit. Pro Stunde soll nun eine Gebühr von 25 Euro anfallen. Das finden zahlreiche Räte wie Friedemann Böhme und Elisabeth Tennert übertrieben viel. Bei der aktuellen Verkehrssituation könne das vielen berufstätigen Eltern schnell passieren, hieß es. Elisabeth Tennert: "Die meisten haben einen langen Arbeitsweg."

Allerdings will und muss die Verwaltung ein Zeichen setzen, dass die Überziehung nicht ausgenutzt wird. Das sieht auch Gemeinderat Jörg Noack so. Ein Zuspätkommen soll vorher mit der entsprechenden Begründung in der Einrichtung angezeigt werden. Bisher sei dies noch gar nicht passiert, so Hauptamtsleiterin Haarig. Einstimmig wurde schließlich beschlossen, dass die 25 Euro als Druckmittel mit erzieherischer Wirkung bei mehrmaliger Überschreitung zur Anwendung kommen.