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Großenhain

Jugendchor startet Social-Media-Serie

Das Ensemble aus Schülern und Erwachsenen unter Leitung von Stefan Jänke will gute Nachrichten verbreiten und operiert dabei auch international.

Der Jugendchor Großenhain mit Chorleiter Stefan Jänke am Klavier.
Der Jugendchor Großenhain mit Chorleiter Stefan Jänke am Klavier. © Brühl/Archiv

Großenhain. Mit einer kleinen Social-Media-Serie „Gute Neuigkeiten zum neuen Jahr“ startete aktuell der Jugendchor auf seinen Internetkanälen ins neue Jahr. Die SZ sprach mit Chorleiter Stefan Jänke.

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Auf dem Höhepunkt der Pandemie gute Nachrichten verbreiten, wie geht das?

Wir müssen aktuell zwar Rückschläge verkraften: Wir können unsere Aufforstungsaktion nicht wie geplant durchführen, wir müssen unser Probenwochenende verschieben. Wann es wieder mit normalen Aktivitäten losgehen kann, ist nicht abzusehen. Aber das heißt nicht, dass man untätig sein muss. Wir haben trotz allem tatsächlich gute Ideen und Projekte, die wir öffentlich machen wollen.

Worum geht es konkret?

Zuerst einmal wollen wir Danke sagen - das ist auch eine positive Einstellung in dieser schwierigen Zeit: Danke an die Chorsänger und ihre Eltern, Danke an alle Institutionen und Unterstützer. Die EU, der Landkreis, die Stadt Großenhain, die Kommune Ebersbach, die Kulturstiftung des Freistaates sind jüngst Förderer gewesen. Unser Aufforstungsprojekt läuft trotz Beschränkungen weiter. Auch wenn wir in Zabeltitz nicht selbst Hand anlegen können, um über 1.000 kleine Bäume zu pflanzen, so haben wir doch das Pflanzmaterial gekauft, und der städtische Bauhof hat das Pflanzen kurzerhand übernommen. Wir werden uns im Sommer um die Pflege kümmern und haben beschlossen, im November eine weitere Fläche in Kooperation mit der Stadt aufzuforsten.

Was ist Euer Gedanke dahinter?

Wir unterstützen die Stadt bei ihrer Grün-Strategie, um schneller etwas gegen den Klimawandel zu tun. Unsere Projektidee, die auch im Zusammenhang mit der neuen Veranstaltungsreihe „sunday for future“ (Sonntag für die Zukunft) der Kirchgemeinden Ebersbach und Großenhainer Land steht, hat im Dezember beim Wettbewerb eku.idee des Sächsischen Ministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft ein Preisgeld gewonnen. So dass wir auch etwas finanziellen Spielraum haben.

Es geht dem Chor um eine internationale Dimension?

Ja, wir haben unsere Kontakte in das Dorf Bori in Indonesien aktiviert, wohin es den Wantewitzer Kirchenchor bei einer Chorreise geführt hatte, um dort in Sachen Aufforstung, aber auch nachhaltiger Armutsbekämpfung etwas anzustoßen. Auch dafür haben wir Spenden gesammelt. Dieses Projekt ist mit der Fertigstellung des zweiten Anbaus der Grundschule einen Meilenstein vorangekommen. So dass nun zwei weitere Klassenräume zur Verfügung stehen. Die Planungen für die weiteren Projektschritte mussten zurückstehen, da die personellen Ressourcen unserer Partner begrenzt sind.

Was ist aus den Bäumen geworden, die der Jugendchor mit seinem mexikanischen Partnerchor bei der letzten großen Chorreise in Chetumal gepflanzt hat?

Auch eine gute Neuigkeit - denen geht es offenbar sehr gut. Wir haben Ende 2020 aktuelle Bilder aus Chetumal bekommen, die dokumentieren, dass beide Ceibas gut gewachsen sind. Das hat irgendwie auch eine symbolische Bedeutung. Wir entwickeln die Partnerschaft gerade weiter.

Treffen, geschweige denn Chorreisen, sind jetzt und in absehbarer Zeit nicht möglich.

Aber auf digitalen Kanälen ist einiges machbar. Die Initialzündung zu dem Gedanken kam von einer ehemaligen Sängerin, die gerade in Mexico ist: Sie machte bei der Produktion unseres Weihnachtsvideos mit. Warum sollten diese Kontakte nicht auch mit einer ganzen Gruppe funktionieren? Im Sommer hatte der Jugendchor bereits zu einer Spendenaktion für Mexico aufgerufen, die bis Dezember erfolgreich gelaufen ist.

Wie geht es nun mit dem Chorsingen weiter?

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Grundsätzlich sind alle Abläufe normal - bloß halt kontaktlos. Wir treffen uns regelmäßig online und planen Auftritte konsequent verantwortlich. Sollte also die Lage ein Konzert nicht zulassen, suchen wir infektionsschutzgerechte Alternativen. (SZ/krü)

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