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Keine Angst vor Corona-Steuerverlusten

Nur wenige Thiendorfer Unternehmen haben laut Einschätzung der Gemeinde unter den Pandemie-Einschränkungen zu leiden.

Thiendorf liegt mit seinem Gewerbegebiet günstig an der Autobahn A 13.
Thiendorf liegt mit seinem Gewerbegebiet günstig an der Autobahn A 13. ©  Klaus-Dieter Brühl

Thiendorf. Die Gemeinde rechnet für das Jahr 2020 nicht mit erheblichen Corona-bedingten Ausfällen bei der Gewerbesteuer. Es sei im Ort nur wenig Gewerbe ansässig, das unter den Einschränkungen stark zu leiden hat, erklärte Bürgermeister Dirk Mocker in der September-Ratssitzung. Es gebe zwar Anträge auf Steuersenkung in Höhe von etwa 100.000 Euro. Bei erwarteten Einnahmen von 2,5 Millionen Euro falle das aber nicht weiter ins Gewicht. 

Größte Investition im laufenden Jahr wird ein Feuerwehrgerätehaus für Thiendorfs nördlichsten Ortsteil Naundorf sein. Dazu wird der ehemalige Gasthof abgerissen und für rund 500.000 Euro ein komplett neues Gebäude mit Fahrzeughalle, Versammlungsraum, Umkleideräumen, Sanitäranlagen und einer Küche gebaut. Das mutet vergleichsweise bescheiden an, aber die Kommune will bis 2024 noch drei millionenschwere Projekte stemmen. 

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So soll neben der Ponickauer Grundschule ein neues Hortgebäude errichtet werden. Der Bau mit sechs Gruppenzimmern, einem Mehrzweckraum und einem Kinderrestaurant wird etwa 1,8 Millionen Euro kosten und ist für das Jahr 2022 geplant. Parallel zum Hort-Projekt will die Gemeinde den Breitbandausbau in den südlichen Ortsteilen vorantreiben. Der wird zwar zu 90 Prozent von Bund und Land gefördert, muss aber von der Kommune zwischenfinanziert werden. Durch die neuen Glasfaser-Standards, die Bedingung für die hohe Förderung sind, werden sich die Kosten bis 2023 auf 3,4 Millionen Euro summieren. Ebenfalls in diese Gesamtkosten-Region wird die am Tauschaer Herrenhaus geplante neue Kindertagesstätte kommen. Hier kalkuliert die Gemeinde für 2023/24 mit etwa vier Millionen Euro. (mm)

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