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Kerzen bringen Wärme und Besinnlichkeit

Marion Krause hat in der Berliner Straße in Großenhain den passenden Ort, um sich ein Licht aufgehen zu lassen. In diesem Advent brauchen es viele besonders.

Marion Krause hat in ihrer Kerzenzieherei auf der Berliner Straße Kerzen aller Sorten - für besinnliche Stunden im Advent.
Marion Krause hat in ihrer Kerzenzieherei auf der Berliner Straße Kerzen aller Sorten - für besinnliche Stunden im Advent. © Kristin Richter

Großenhain. Kerzen haben in der Vorweihnachtszeit Hochkonjunktur. Als stilles Symbol erhellen sie die dunkle Jahreszeit, spenden Behaglichkeit und Besinnlichkeit. "Kerzen strahlen Wärme aus", sagt Marion Krause, Betreiberin der Kerzenzieherei "Der Andere Laden" in der Berliner Straße. Hier finden Lichtl-Freunde seit vier Jahren vieles, was das Herz begehrt.

Im Advent erfreuen uns Kerzen in den Fenstern, an der Pyramide, auf dem Adventskranz, in Teelichthaltern und erzgebirgischen Kerzenmänneln. Viele Sorten gibt es in Supermärkten und sonstigen Geschäften. Bei Marion Krause sind individuelle, selbst gezogene und gegossene Kerzen zu haben. Die 61-jährige, die sieben Jahre an der Auenstraße die Kerzenzieherei leitete, bevor sie sich selbstständig machen musste, verwendet Paraffin und Stearin. "Das eine Wachs ist aus Erdöl, das andere ist Palmwachs", erklärt sie. Die Formen und Motive bestimmt sie selbst. Es sei denn, Kerzen werden zu einem bestimmten Anlass in Auftrag gegeben.

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In der Adventszeit locken hinter den lieblich geschmückten Schaufenstern kleine Weihnachtsbäume, Kugelkerzen oder solche mit Baum und Glitzer. Einige größere Bestellungen hat Marion Krause gerade in Arbeit. Doch leider müssen die Workshops zum Kerzenziehen derzeit wegen Corona entfallen. Senioren stellen sich sonst hier genauso gerne eigene Lichter her wie Heranwachsende. So mancher Kindergeburtstag fand im "Anderen Laden" schon statt.

"Fürchtet Euch nicht!"

Dieser Tage will Marion Krause noch einen mannshohen Weihnachtsmann aus Pappe in ihren Laden stellen. Der soll zusätzlich Interessenten anlocken. Der Rotmantel wird dann hinter Serviettenschalen mit Sternkegeln drapiert. Und hinter die 3D-Bäumchen. Auch Schalen und Untersetzer aus Glas oder Keramik werden für Kerzen gebraucht. Wer für einen ganz besonderen Anlass eine einzigartige Kreation in Auftrag geben will, kann sich in einem Musterbuch Anregungen holen.

Und so fallen einem im Schein der Lichter, wenn es hinterm Ofen heimelig ist, so manche Sprüche mit oder über Kerzen ein. Denn Kerzen reimt sich auf Herzen, Schmerzen, scherzen und so weiter. In Kirchenkreisen heißt es "Tragt in die Welt nun ein Licht. Sagt allen: Fürchtet Euch nicht." Und die Intellektuellen denken: "Es gibt zwei Arten, für Licht zu sorgen: Man kann die Kerzen sein oder der Spiegel, der sie reflektiert." Buddha wird der folgende Ausspruch zugeschrieben: "Tausende von Kerzen kann man am Licht einer einzigen Kerze anzünden, ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird."

Doch bitte am Schluss das Auspusten nicht vergessen! Sonst kommt es zu einer unschönen Überaschung und vielleicht dem ungewollten Besuch der Feuerwehr. Gerade in der Adventszeit häufen sich deren Einsätze.

Kerzenreste können übrigens am Jahresende wieder bei der Diakonie abgegeben werden. Die lässt sie in der Förderschule Skäßchen verarbeiten, was dem Riesaer Stadtbahnverein seit vielen Jahren zugutekommt.

Öffnungszeiten: Die. bis Fr. 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, Sa. 8 bis 11 Uhr. Berliner Straße 10

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Pfarrer Björn Fischer zündet in Radebeul in der Friedenskirche Altarkerzen an. © Arvid Müller

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