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Kinosommer startet verregnet - aber heiß

Im Großenhainer Schlossgraben begann das Sommerkino bei denkbar schlechtem Wetter. Die Gäste kamen bei gutem Essen und tollem Film trotzdem auf ihre Kosten.

Silke und Daniel Erhardt sowie Norbert Sauer (v.r.) sind zum Diner vorm Kino in den Großenhainer Schlossgraben gekommen und machen sich einen schönen Abend.
Silke und Daniel Erhardt sowie Norbert Sauer (v.r.) sind zum Diner vorm Kino in den Großenhainer Schlossgraben gekommen und machen sich einen schönen Abend. © Kristin Richter

Großenhain. Die 100 Sitzplätze bleiben leer und müssen am Sonnabendabend zum Schluss trocknen. Denn ohne Unterlass prasselt der Regen auf die Terrasse im Schlossgraben. Hier sitzen an den gedeckten Tischen und unterm großen Schirm die Gäste, die sich die Premiere des Kinosommers am Kulturschloss trotzdem nicht entgehen lassen wollen. Mit "Eine ganz heiße Nummer 2.0" läuft auch ein Film, den man gesehen haben muss.

Etliche Besucher hatten auch das Buffet zum Filmgenuss gebucht. Das Team von Kulturzentrums-Chef Jörg Rietdorf ist motiviert, nach monatelanger Schließung endlich wieder Gäste bewirten zu können. Es ist der erste Kinoabend nach Corona. Für den Festpreis von 21,50 Euro gibt es "all you can eat" an den Platz. Aber nur, wenn man auch einen gültigen Negativtest dabei hat und ein Kontaktformular ausfüllt. Von Steak und Bratwurst reicht das Angebot bis zu Fisch und mediterranem Salat. Auch an leckerem Nachtisch mangelt es nicht. Die Familien Erhardt und Sauer sind damit sehr zufrieden. Auch ein älterer einzelner Herr hat sich für dieses Abendessen entschieden. "Endlich wieder Kultur", atmen alle förmlich auf.

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Gegen 20 Uhr fängt es allerdings an zu regnen - wie der Wetterfrosch leider für die Kinosommer-Premiere vorhergesagt hatte. Trotzdem treffen noch weitere Filmfreunde um den Wildenhainer Ortsvorsteher Mirko Neitzel ein. Die vier Pärchen machen es sich mit ihren Schirmen schließlich unter der Schlossbrücke gemütlich, holen Stühle und einen Tisch heran und lassen sich hier das Essen im Trockenen servieren.

Jörg Rietdorf und seine Techniker müssen derweil rasch den Vorführapparat und die Lautsprecher vor dem Regen schützen. Die große Leinwand ist an der Mauer der Zufahrt zum Schlossgraben montiert. Den Gedanken, die Vorführung kurzerhand ins Schloss zu verlegen, kann man also fallenlassen. Unterdessen witzeln die trotzdem gut gelaunten Gäste von Unterwasserkino. Ein junges Paar, das nur den Film sehen wollte, dreht allerdings wieder ab. Sechs Euro Eintritt - für Kinder bis zwölf Jahre wären es 4,50 Euro gewesen - sind ihnen dieser wässrige Abend dann wohl doch nicht wert.

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21.15 Uhr startet die Vorführung. Jetzt ist es dunkel genug. Jörg Rietdorf hat Regenponchos verteilt, einige Besucher haben sich privat zudem Decken organisiert. Denn es ist kühl geworden. Doch der Film macht heiße Gedanken. Und als der Abspann läuft, hat der Regen tatsächlich aufgehört. Amüsiert verabschieden sich die Gäste nach Hause, während das Schloss-Team nun noch aufräumen muss. Für Gäste und Veranstalter war die 2021er Open-Air-Premiere mit Einschränkungen gelungen. Es muss ja am nächsten Sonnabend nicht gleich wieder regnen.

12. Juni ab 18 Uhr: "Gott, du kannst ein Arsch sein". Das Buffet bitte vorher reservieren. Buffet und Filmeintritt sind extra.

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