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Kirchturmuhr geht bald wieder

Die Jalousien am Kirchturm Skäßchen sind stark verwittert und stürzen schon ab. Auch das Uhr-Zifferblatt ist hinüber. Ein pfiffiger Hausmeister schafft Abhilfe.

Hausmeister Thomas Löffler im Glockenturm der Kirche Skäßchen. Indem er im Turm ein Gerüst für die Sanierung der Jalousien baute, vermied er hohe Kosten für ein Außengerüst.
Hausmeister Thomas Löffler im Glockenturm der Kirche Skäßchen. Indem er im Turm ein Gerüst für die Sanierung der Jalousien baute, vermied er hohe Kosten für ein Außengerüst. © Norbert Millauer

Großenhain. Die Jalousien vor den Glocken am Kirchturm Skäßchen waren stark verwittert und stürzten schon herab. Die Kirchgemeinde gab einen Auftrag an die Tischlerfirma Wirl aus Hirschfeld, neue Jalousien aus Lärchenholz mit Schutzanstrich einzubauen. Vor zwei Wochen wurden nun die alten 3,50 Meter hohen Teile entfernt und in der Vorwoche die neuen eingebaut.

Ein Gerüst steht zwar vorm Kircheneingang. Doch ein umfangreiches Rundum-Einrüsten konnte dank der Pfiffigkeit von Hausmeister Thomas Löffler unterbleiben. Der gelernte Dachdecker baute im Kirchturm ein Holzgerüst, auf dem von innen gearbeitet werden konnte. "Das ist auch für die künftige Wartung wichtig", sagt der "gute Geist" aus der Großenhainer Marienkirche. So hat er dem Kirchspiel an die 10.000 Euro Gerüstkosten gespart.

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So sah das Ziffernblatt der Turmuhr vor der Sanierung aus.
So sah das Ziffernblatt der Turmuhr vor der Sanierung aus. © privat
Das neue Ziffernblatt ist Dachdecker und Hausmeister Thomas Löffler zu verdanken.
Das neue Ziffernblatt ist Dachdecker und Hausmeister Thomas Löffler zu verdanken. © Norbert Millauer

Auch das Zifferblatt der Turmuhr war stark verwittert und der Zeiger klemmte. Zu einem Drittel konnte man die Ziffern gar nicht mehr erkennen. Löffler setzte sich mit einem Maler zusammen und sorgte für den neuen Anstrich. Die Ziffern wurden dabei mit Schablonen aufgebracht. Ursprünglich wollte die Heidenauer Wartungsfirma die ganze Uhr ausbauen. Doch weil sie eingeputzt ist, so Thomas Löffler, wäre dabei noch größerer Schaden entstanden. Die Uhr konnte gleich mit renoviert werden, weil das Gerüst nur zwei Meter höher gebaut werden musste.

Bisher war das Skäßchener Kirchturm-Uhrwerk eins zum Aufziehen. "Das haben ältere Bürger aus dem Ort jeden Morgen gemacht", weiß Thomas Löffler. Nun wird die Uhr auf Automatik umgestellt. Noch diese Woche soll die neue Technik eingebaut werden. Denn das Gerüst, das von einer örtlichen Firma organisiert wurde, soll bald verschwinden. Knapp 10.000 Euro haben die Modernisierungen in Skäßchen laut Löffler gekostet.

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