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Spielhaus, Parkplatz und ein Bauwagen

Knapp 200.000 Euro fließen in der Region Dresdner Heidebogen an 25 kleinere Fördervorhaben. Für die Dörfer sind das aber wichtige Projekte.

Ortsansicht von Kalkreuth. Der Heimatverein will die touristische Erschließung des Ortes voranbringen.
Ortsansicht von Kalkreuth. Der Heimatverein will die touristische Erschließung des Ortes voranbringen. © Norbert Millauer

Region. Kleinvieh macht auch Mist, sagt das Sprichwort. Denn so unwichtig ist es manchmal gar nicht, was als klein bezeichnet wird. Das kann man zumindest für die Kleinprojekte im Dresdner Heidebogen sagen. 25 Ideen aus dem Gebiet zwischen Großenhain und Kamenz wurden zur Förderung eingereicht und positiv gewertet. 49 Anträge hatte es insgesamt gegeben, davon 13 von Vereinen und 35 von kommunalen Trägern. Bis zu 12.500 Euro werden nun pro Vorhaben ausgezahlt mit einem Fördersatz von 80 Prozent. Das zahlt sich auch für neun Vorhaben aus der Großenhainer Pflege aus.

Um die touristische Erschließung des geschichtsträchtigen Ortes anzukurbeln, bekommt der Heimatverein Kalkreuth eine Zuwendung. Damit soll die bestehende Beschilderung erneuert bzw. ergänzt werden. Hinweistafeln an der Paulsmühle, dem Reiherhof und dem Neuteich sowie am Standort des ehemaligen Schlosses verweisen auf die einstige Jagd, den Sitz des Herren von Kommerstädt, die Geschichte als Ritter- und Volksgut bzw. Remontedepot und später staatliches Lehr- und Versuchsgut. "Wir arbeiten noch an der genauen konzeptionellen Umsetzung", sagt Karl-Heinz Rutsch vom Verein.

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Den Zugang für mobilitätseingeschränkte Personen zur Mehrzweckhalle am Schloss in Schönfeld und den Austausch der Innentüren lässt sich die Gemeinde Schönfeld fördern. Vor allem Ortsvorsteher Johne hat sich für die Sanierung der ehemaligen Speisehalle eingesetzt. Eingang und Türen sind nun noch "Restleistungen". Damit wird der Saal für eine breite Nutzung zugänglich, auch für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen. Im Schlosspark lässt die Gemeinde auch eine in die Jahre gekommene Parkbrücke instand setzen und die Parkbänke wiederherrichten.

In Weßnitz-Rostig soll ein Bauwagen zur Nutzung als Jugendtreff vom Ortsverein Edelweiß Weßnitz e. V. hergestellt werden. Ein ausrangierter Bauwagen des Stadtbauhofes könnte es sein. Die Jugendlichen der Großenhainer Ortsteile sollen natürlich einbezogen werden. Sie werden selbst mit Hand anlegen. Vorbereitet wird der neue Treff von Raimo Siegert von der Mobilen Jugendarbeit. Die Idee ist ein Projekt aus der Großenhainer Jugendbeteiligung.

Das Buswartehäuschen in Folbern bekommt neuen Putz und neue Fenster.
Das Buswartehäuschen in Folbern bekommt neuen Putz und neue Fenster. © Norbert Millauer
Der Eingangsbereich zur Mehrzweckhalle am Schloss Schönfeld wird behindertengerecht.
Der Eingangsbereich zur Mehrzweckhalle am Schloss Schönfeld wird behindertengerecht. © Norbert Millauer
Das Dorfgemeinschaftshaus in Adelsdorf erhält innen einen Schallschutz und neue Beleuchtung.
Das Dorfgemeinschaftshaus in Adelsdorf erhält innen einen Schallschutz und neue Beleuchtung. © Norbert Millauer

Mit einem zweiten Projekt konnte die Stadtverwaltung Großenhain Fördergelder für Kleinvorhaben bekommen. Aus Folbern kam der Wunsch, die Fassade des Bus-Unterstandes auf dem Dorfanger zu erneuern. "Das Gebäude haben unsere Väter in den 1960er Jahren errichtet", weiß die ehemalige Bürgermeisterin Hannelore Sommer. Ihr Sohn Marko ist jetzt Ortsvorsteher. Diese Buswartehalle sollte wohl schon mal verschwinden. Aber die Folberner finden sie zum Ort gehörig und wollen sie belassen.

Für den Spielplatz in Tauscha wurde ein neues Spielhaus von der Gemeinde Thiendorf beantragt. "Das alte Häuschen vom Spielplatz unter den Linden war defekt und soll ersetzt werden", sagt Hauptamtsleiterin Marlen Harig. Ein Stelzenblockhaus schwebt der Gemeindeverwaltung vor, mögliche Hersteller wurden schon angefragt. Nur hängt manches derzeit an den Holzpreisen. So bald wie möglich soll jedoch laut Harig der Holzspielplatz in Tauscha komplettiert werden.

Die Gemeinde Priestewitz lässt eine zusätzliche Parkfläche für Grundschule, Kirche und Friedhof Lenz an der Ringstraße befestigen. 15 Parkbuchten sollen entstehen. Die Fläche wird jetzt schon dafür genutzt, ist bei schlechtem Wetter aber in keinem guten Zustand. "Die Ausschreibung läuft, im September wollen wir das umsetzen", sagt Bürgermeisterin Manuela Gajewi. Circa 12.000 Euro wird diese allgemeine Aufwertung des Ortsbildes kosten, von der viele etwas haben, wie es heißt. Die Gemeindechefin freut sich sehr, dass auch noch für ein zweites Kleinprojekt Geld bewilligt wurde: für Außenspielgeräte und ein Sonnensegel im Kinderhaus Priestewitz. "Das Sonnensegel kommt an die Stelle eines ehemaligen Baums, der bei der Sanierung leider weichen musste", so Manuela Gajewi. Auch ein Wassermatschplatz und weitere Spielgeräte sind geplant, damit die Verschönerung des Außengeländes dann abgeschlossen werden kann.

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Neuen Schallschutz und Beleuchtung soll das Dorfgemeinschaftshaus in Adelsdorf erhalten. Der Antrag wurde von der Gemeinde Lampertswalde gestellt. Im Feierraum, der oft für private Feten genutzt wird, kann es laut werden, was die Nachbarn stört. Deshalb sollen Schallschutzplatten Abhilfe schaffen. Die Deckenlampen müssen deshalb mit verändert werden. "Wir werden viel in Eigenleistung machen", ist sich Jürgen Pfennig vom Heimatverein Adelsdorf sicher. Auch die Rentner, der Verein und die Feuerwehr nutzen den Raum, der etwa zwei Mal monatlich von Privaten genutzt wird, wenn nicht gerade Corona ist.

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