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Leserbrief: "Windkraft ist ein totes Pferd"

Henry Thielsch-Sachse von der BI Gegenwind Rödernsche Heide schreibt zu "Sachsen hat genug Flächen für den Ausbau der Windkraft" vom 7. September und "Windenergie - Wahrheiten und Irrtümer" vom 12. September:

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Der Streit für und wider Windkraft nimmt in der Region Großenhain wieder Fahrt auf.
Der Streit für und wider Windkraft nimmt in der Region Großenhain wieder Fahrt auf. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild (Archiv/Symbolbild)

Eine alte indianische Weisheit besagt: Wenn du merkst, dass das Pferd, welches du reitest, tot ist, steige ab. Nun hatte der Gaul namens Energiewende viele Fans und war auch in der Anschaffung irre teuer. Sodass viele nicht wahrhaben wollen, dass es mit dem Zieleinlauf wohl nichts werden wird. So bleiben unsere Politiker einfach wider besseres Wissen im Sattel sitzen manche wohl auch aus Realitätsverleugnung.

Aber bleiben wir sachlich und erinnern uns. Nach acht Jahren Energiewende war man endlich bereit einzusehen, dass Sonnenpaneele nachts keinen Strom liefern und dass auch in Hinsicht auf Windkraft eine Versorgungslücke besteht (Flaute). Dieses Problem sollte durch schnelle Gaskraftwerke gelöst werden. Also baute Siemens in der Nähe von Ingolstadt das modernste Gaskraftwerk Europas. Das Gezerre um Genehmigungen, Betriebslaufzeiten, Abgaswerte und Entgelte war ein absurdes Lehrbeispiel für Kraftwerksbau in Deutschland. Von den für die Energiewende benötigten 40 neuen Gaskraftwerken entstand in der Folge kein einziges mehr. Auch weil sich für Fachleute das Klumpenrisiko „russisches Gas“ ab 2013 abzeichnete.

Die Versorgungslücke will man nun laut Minister Habeck schließen, indem man als Ersatz mehr Erneuerbare zubaut. Das ist ungefähr so, wie wenn man kein Wasser hat und als Lösung noch mehr Wasserhähne an die Wand schraubt. Fällt eigentlich niemandem auf, wenn der Stromausfall wegen stillstehender Windräder, durch noch mehr stillstehende Windräder ersetzt werden soll? Der forcierte Ausbau der Erneuerbaren wird dazu führen, dass man die meiste Zeit des Jahres demnächst keinen eigenen Strom hat, obwohl man mit seinen Windrädern den Jahresstrombedarf eigentlich bereits produziert hat. Die Erzeugung findet eben immer nur in kleinen Zeitfenstern statt. Aber dann als Überproduktion. So eine Stromproduktion ohne Grundlast ist wertlos und wer sich als Politiker nicht gegen diese missratene Energiepolitik stemmt, ist verantwortungslos.