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Großenhain

Eine Formalie in Kiew

Dmitrij Kapitelmann stellt sein gleichnamiges Buch am 7. Oktober in der Karl-Preusker-Bücherei Großenhain vor. Es ist die Geschichte vom Verlust der Heimat.

Autor Dmitrij Kapitelmann liest in Großenhain.
Autor Dmitrij Kapitelmann liest in Großenhain. © Christian Werner

Großenhain. Nach Deutschland zu kommen, ist nicht schwer, ein Deutscher zu werden dagegen sehr. Das zeigt Dmitrij Kapitelmann mit seinem Buch "Eine Formalie in Kiew" am 7. Oktober in der Karl-Preusker-Bücherei.

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"Eine Formalie in Kiew“ ist die Geschichte einer Familie, die einst voller Hoffnung in die Fremde zog, um ein neues Leben zu beginnen. Am Ende steht sie ohne jede Heimat da. Erzählt wird das Stück mit dem bittersüßen Humor eines Sohnes, der stoisch versucht, Deutscher zu werden.

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Dmitrij Kapitelmann kann besser sächseln als die Beamtin, bei der er den deutschen Pass beantragt. Nach 25 Jahren als Landsmann, dem Großteil seines Lebens. Aber der Bürokratie ist keine Formalie zu klein, wenn es um Einwanderer geht. Frau Kunze verlangt eine Apostille aus Kiew. Also reist er in seine Geburtsstadt, mit der ihn nichts mehr verbindet, außer Kindheitserinnerungen. Schön sind diese Erinnerungen, warten doch darin liebende, unfehlbare Eltern. Und schwer sind die Erinnerungen auch, denn gegenwärtig ist die Familie zerstritten. (SZ/krü)

7. Oktober, 15.30 Uhr, Eintritt frei, Platzreservierung erforderlich unter 03522 502585. Es gilt 3 G.

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