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Maler Bunzel baut in der Gabelsberger

Das einsturzgefährdete Haus, früher Fischkonsum, wird gerade entkernt, im Innenhof abgerissen. Noch dieses Jahr soll der Ausbau der Wohnungen beginnen.

Marcel Bunzel und seine Frau Katja an der Gabelsbergerstraße 9.
Marcel Bunzel und seine Frau Katja an der Gabelsbergerstraße 9. © Kristin Richter

Großenhain. Für Marcel Bunzel und seine Bau GmbH ist die Gabelsbergerstraße 9 das siebente oder achte Bauprojekt in der Innenstadt. Für Großenhain ist das Gebäude, das ehemals den Fischkonsum beherbergte, später dann einen Edeka-Markt, eine der letzten Ruinen der Innenstadt. Doch nicht mehr lange. Vor zwei Jahren kaufte Marcel Bunzel (41) das einsturzgefährdete Objekt, seit diesem Jahr steht die Absperrung - zur Sicherheit und für die Container. Es musste also bald etwas passieren. 

"Wir haben jetzt mit dem Abriss begonnen", erklärt Marcel Bunzel und verweist auf die Fassade, die einzig erhalten bleiben soll. Der Schutt, der schon in den Containern landete, stammt von einem Anbau im Innenhof, der mit Förderung abgebrochen werden kann. Auch der Wildwuchs ist schon entsorgt, um Baufreiheit zu schaffen. Mit einer Hebebühne wurde er heruntergeschnitten. 

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Fünf Wohnungen sollen in dem abrissreifen Gebäude neu entstehen. Die Fassade bleibt erhalten.
Fünf Wohnungen sollen in dem abrissreifen Gebäude neu entstehen. Die Fassade bleibt erhalten. © Kristin Richter

Fünf Wohnungen sollen in der Gabelsbergerstraße laut Marcel Bunzel neu entstehen: im Erdgeschoss eine Behindertengerechte, für die es schon Interessenten gibt. Im ersten Obergeschoss werden eine Zwei- und eine Drei-Raum-Wohnung gebaut. Im zweiten  Obergeschoss  und im neuen Dachgeschoss je eine Vier-Raum-Wohnung. "Dass sie gut zu vermieten sind, davon gehe ich aus, denn der Bedarf in der Stadt ist da", sagt der Investor. Auch in seinen anderen Sanierungsobjekten gäbe es keinen Lehrstand. 

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Doch erstmal müssen geschätzte 350.000 Euro Baukosten investiert werden. Demnächst will Maler Bunzel den Bauantrag bei der Stadt einreichen und dann etwa ab November mit dem Ausbau beginnen. "Wir wollen möglichst straff durchziehen und im nächsten Sommer fertig sein", sagt Marcel Bunzel. Er rechnet mit einer 25-prozentigen Förderung aus dem Programm Innenstadtsanierung. Bis auf einige Fachgewerke will er mit seiner eigenen GmbH den Bau allein schaffen. Alle Wohneinheiten sollen mit Balkon, Kamin und Fußbodenheizung ausgestattet werden -  also in hochwertiger Qualität. Den Denkmalschutz muss der Bauherr in der Gabelsbergerstraße 9 nicht beachten.

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