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Mehr Platz im Kinderhaus Kunterbunt

Mit Wiederaufnahme des Normalbetriebs kann die Priestewitzer Kita die Vorteile des neuen Anbaus richtig nutzen.

Kita-Leiterin Kathrin Zumpe im neuen Kinderrestaurant der Priestewitzer Kita Kunterbunt.
Kita-Leiterin Kathrin Zumpe im neuen Kinderrestaurant der Priestewitzer Kita Kunterbunt. © Kristin Richter

Priestewitz. Verglaste Türen zum Außenbereich, Panoramafenster, helle, freundliche Küchenmöbel und hübsche Wandmalereien – das Kinderrestaurant der Priestewitzer Tagesstätte ist ein echter Hingucker geworden. „Den Baum mit den Vögelchen hat unsere neue Kollegin Sylvia Hentschel gemalt“, sagt Kita-Leiterin Kathrin Zumpe nicht ohne Stolz. Der großzügig angelegte Raum schafft zudem ein Problem aus der Welt, mit dem die Einrichtung seit vielen Jahren kämpfen musste: die Schlepperei bei der Essenversorgung. Es gab keinen Aufzug ins obere Stockwerk, weshalb die Teller für die größeren Kita-Kinder täglich auf Tabletts die Treppe hochgetragen werden mussten.

„Außerdem hatten wir oben keine Kindertoiletten“, erklärt Erzieherin Yvette Metzler. „Da gab es auf der Treppe öfter mal ein Missgeschick.“ Das hat sich mit dem 413.000 Euro teuren Anbau, der von den Eltern seit Langem gewünscht und von der Gemeinde im vorigen Jahr errichtet wurde, nun geändert. Auch für die Erzieherinnen bringt die Erweiterung des Gebäudes Erleichterungen. Mussten sie sich zuvor ihren Aufenthaltsraum mit den Hortkindern teilen, haben sie nun ein eigenes Zimmer, wo sie mal kurz verschnaufen oder auch Zusammenkünfte abhalten können. Ursprünglich sei nur ein eingeschossiger Anbau angedacht gewesen, sagt Yvette Metzler. „Da haben wir gesagt: Wennschon – dennschon …“

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Das Kinderhaus Kunterbunt, benannt nach dem Wohnhaus von Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf, betreut rund 80 Kinder, zwölf im Krippenbereich, 34 im Kindergarten und die anderen im Hort. Was die Einrichtung auszeichnet: Die Eltern sind sehr engagiert, um optimale Bedingungen für ihre Sprösslinge zu schaffen. So etwa der Landschaftsbauer Steffen Schmeidel, der die Gestaltung der Außenanlagen übernahm. Sie sollen noch weiter ausgebaut werden, was Kathrin Zumpe sehr am Herzen liegt.

Es sei gar nicht so einfach, vom Kinderhaus aus Spaziergänge in die Umgebung zu machen, sagt sie. Dazu fehle es an Fußwegen, weshalb sie den Außenbereich gern aufgewertet hätte. Mit neuen Spielecken zum Beispiel, die ein breites Interessenspektrum abdecken. Ein kleiner Baubereich etwa, wo man spielerisch den Umgang mit Naturmaterialien lernen kann. Natürlich sollen auch die konzeptionellen Dinge weitergeführt werden, die sich bereits bewährt haben. Die Zusammenarbeit mit der Musikschule zum Beispiel, oder die mit dem Sportverein.

Seit Donnerstag arbeitet das Kinderhaus wieder im Normalbetrieb. Das heißt, alle Vorteile, die der neue Kita-Anbau bietet, kommen erst jetzt richtig zum Tragen. „Wenn es im Sommer auf den Außenanlagen eng wird, können wir die Front des Kinderrestaurants zur Terrasse hin öffnen und gewinnen dadurch mehr Platz“, freut sich Kathrin Zumpe. Die Kinderküche werde schon jetzt sehr gut angenommen, und mit dem Raum an sich lasse sich noch viel mehr machen. Dort könnten sich am Nachmittag auch die Hortkinder kreativ betätigen, und er biete zudem Platz für Zusammenkünfte mit den Eltern. Selbst ein Beamer-Anschluss sei schon vorhanden.

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Die Kunterbunt-Kinder haben in den vergangenen Monaten gleich fünf neue Gesichter kennengelernt, zwei Erzieherinnen kamen Ende 2020 hinzu, zwei 2021. Zu Jahresbeginn auch die neue Leiterin. Kathrin Zumpe hat in Neubrandenburg Sozialpädagogik studiert und Erfahrungen als Kita-Erzieherin wie auch bei der Arbeit mit Jugendlichen. Vor ihrem Dienstantritt in Priestewitz war sie als Horterzieherin im Brandenburgischen tätig.

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