Großenhain
Merken

Nabu-Gutachten gegen Würschnitzer Tagebau-Pläne

Der sächsische Umweltverband fordert von Minister Günther, dem Moorschutzplan des Bundes Rechnung zu tragen.

 2 Min.
Teilen
Folgen
Blick über das Kieswerk Ottendorf Okrilla im Abbaugebiet Würschnitz.
Blick über das Kieswerk Ottendorf Okrilla im Abbaugebiet Würschnitz. © Kristin Richter

Würschnitz/Ottendorf. Die geplante Verfüllung von Bauschutt im zukünftigen Kiestagebau Würschnitz-West hätte verheerende Auswirkungen auf die Grundwassergüte im FFH-Gebiet Moorwaldgebiet Großdittmannsdorf im Landkreis Meißen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten im Auftrag des Nabu Sachsen. Seit 1993 hat das Kieswerk Ottendorf-Okrilla & Co. KG im Tagebau Laußnitz 1 östlich des Schutzgebietes tagebaufremdes Material verfüllt. Die dadurch verursachten Veränderungen im Grundwasser sind den Behörden seit spätestens 2003 bekannt, blieben jedoch ohne Konsequenzen, so der Nabu in einer Pressemitteilung.

Gegen die Genehmigung des Abschlussbetriebsplanes Kiestagebau Laußnitz 1 hatte der Nabu Sachsen mit anwaltlicher Hilfe Widerspruch eingelegt. Das Moorgebiet im Bereich des Pechflusses steht als FFH-Gebiet unter europarechtlichem Schutz. Es bietet einen Lebensraum für eine große Zahl von waldmoortypischen Tier- und Pflanzenarten. „Die hohen Konzentrationen an Salzen und Nährstoffen, insbesondere Nitrat, sowie die hohe Karbonathärte, die über das austretende Grundwasser in dieses Gebiet gelangen, gefährden die Existenz dieses Ökosystems“, so das Gutachten.